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Das Bahn-Chaos-Bingo Bingo, Deutsche Bahn

Autor:  Jitsch

Gestern bin ich (natürlich ausgerechnet an dem Tag nach Niklas) mal wieder Bahn gefahren. Nachdem es damit anfing, dass unser ICE ersatzlos gestrichen war, fing ich (während mein Freund versuchte rauszufinden, wie wir stattdessen fahren sollen) an, ein Bingo zu skizzieren.

Inspiriert wurde ich dabei von @doppeltims Messebingo zur LBM und dem wiederum davon inspirierten CeBIT Bingo von Beetlebum. Ist also mitnichten meine Idee, zumal es auch schon ein Bahnansagen-Bingo gibt (das hat aber nicht so viele schöne Bilder wie meins ;)

Zusätzlich zu den Erfahrungen von gestern habe ich auch frühere Bahn-Chaos-Erfahrungen wie diese und diese mit eingeflochten. Ich denke, es ist so ziemlich alles abgedeckt, was einem beim Bahnfahren passieren kann.

Also, viel Spaß beim Spielen!

Die Regeln:

  • Ausdrucken und ankreuzen oder einkringeln, was dir passiert!
  • Wer eine Reihe, Zeile oder die Diagonale voll hat, schreit laut "BINGO!" (am besten hier oder bei Twitter unter Erwähnung von @WitchJitsch)
  • Ein Bingo gilt nur für eine Fahrt von A nach B oder für einen Tag mit mehreren Fahrten; über mehrere Wochen und Fahrten Punkte zu sammeln zählt nicht!
  • Nur ankreuzen, was dich konkret selbst betrifft (Züge mit denen du gefahren bist oder fahren wolltest)
  • Wer will, kann die Anordnung der Felder ändern, um nicht bei jeder Bahnfahrt dasselbe Bingo-Feld zu haben

Das Bingo:

(Anklicken für Vollansicht!)

Ach ja...

Ich bin am überlegen, ob ich wie die Kollegen (hier und da) noch ein "Impossible Bahn Bingo" mache mit Einträgen wie "Alle Züge fahren pünktlich", "Transparente Aufklärung über Gründe für Verspätung" oder "Kostenlos Süßes / Getränke von der Bahn bekommen". Interesse?

Meine Anekdoten zu den Punkten:

  • Völlig andere Route: gestern passiert. Statt Berlin→Osnabrück und von da aus RE mussten wir Berlin→Hamburg→Bremen fahren und von da aus dann den RE nehmen. Anderes Beispiel: Statt Osnabrück→Berlin musste ich mal Osnabrück→Herford→Bielefeld→Berlin fahren.
  • Hotelübernachtung statt Zug: Ist mir tatsächlich noch nicht passiert, weil ich das eine Mal, als ich wirklich den letzten Zug verpasst hatte, in Hamburg war, von wo aus sie den Leuten lieber ne Taxifahrt als ein Hotelzimmer spendieren.
  • "Erhöhtes Fahrgastaufkommen": gestern passiert. Es wollten so viele Leute einsteigen, dass der Zug bestimmt 10 Minuten später los kam als geplant.
  • Alternativzug hat Verspätung: Zum Beispiel erlebt, als ich statt Bremen→Hamburg→Berlin die Strecke Bremen→Hannover→Berlin fahren sollte und der IC von Bremen nach Hannover 30 Minuten zu spät kam.
  • Heute ohne Wagen X: Passiert anscheinend ständig. Wobei ich glaube, dass sie, wenn mir das passiert ist, die Reservierungen in einem anderen Waggon untergebracht haben.
  • Heute mit geänderter Wagenreihung: Passiert wohl auch oft. Ist super, wenn man z.B. die umgekehrte Wagenreihung hat und noch mal zum ganz anderen Ende des Bahnsteigs oder Zugs laufen muss.
  • Witterungsprobleme: Gibt es bei der Bahn immer, ist also quasi der Joker. Eingefrorene Weichen, überhitzte Klimaanlagen, Bäume auf den Gleisen, Buschbrände, Überschwemmung - irgendwas ist immer.
  • "Störung im Betriebsablauf": Die Standardausrede der Bahn, wenn irgendwas nicht klappt. Was dahinter steckt erfährt man eigentlich nie.
  • Zug fällt ersatzlos aus: gestern passiert. Der Verspätungsalarm aufs Handy kam auch erst just in der Minute an, als der Zug eigentlich hätte abfahren sollen und als es schon auf der Anzeige stand.
  • Anschlusszug hat auch Verspätung: mir schon des Öfteren passiert. Immerhin ein Grund zur Freude, wenn es dafür sorgt, dass man trotz Verspätung des ersten Zuges den Anschlusszug noch erwischt.
  • Anschlusszug wegen Verspätung verpasst: Der üblichere Fall. Im Extrem mir passiert, als ich wegen Verspätung eines Zuges den letzten Anschlusszug verpasste und fast in Hamburg steckengeblieben wäre (siehe hier).
  • Probleme mit der Weichenstellung: Scheinbar auch nicht so selten. Man könnte vielleicht "Probleme mit der Oberleitung" und "Signalstörung" da mit einbeziehen - halt technische Pannen.
  • Defekte Heizung / Klimaanlage in Waggon Y: Ich saß zumindest schon mal in einem Waggon mit kaputter Heizung, zum Glück nicht im tiefsten Winter.
  • Verzögerung wegen vorausfahrendem Zug: Immer schön, wenn ein ICE hinter einem Regionalzug her schleichen muss.
  • Ständige Korrektur der Verspätung: gestern erlebt. Erst stand 30 Minuten dran, dann plötzlich doch nur noch 15 und dann haben sie sukzessive wieder auf 20 und dann 30 erhöht.
  • Längerer Halt auf offener Strecke: Ist mir zumindest mal mit einem Regionalzug passiert, der ohne wirkliche Erklärung inmitten eines Rapsfeldes angehalten hat.
  • Störung am Triebfahrzeug: gestern passiert. Das scheint einer der wenigen Fehler zu sein, den die Bahn offen zugibt.
  • Zug wird um diesen Bahnhof herumgeleitet: Ich stand mal in Bremen und der Zug nach Hamburg, in den ich da hätte einsteigen sollen, wurde um Bremen herumgeleitet...
  • Spontane Gleisänderung: Besonders schön, wenn der Zug noch am alten Gleis angezeigt wird und das mit der Gleisänderung nur durchgesagt wurde, oder wenn das neue Gleis am anderen Ende des Bahnhofs ist.
  • Außerplanmäßiger Halt am Bahnhof: gestern passiert. Der Zug, der eigentlich nonstop Berlin→Hamburg fährt, hielt stattdessen noch in Wittenberge und Ludwigslust, wo auch Leute ein- und ausstiegen.
  • Suizid/Notarzteinsatz auf der Strecke: Manchmal ist wohl auch die Rede von "Personenschaden". Hat bei mir schon öfters für Verspätungen gesorgt.
  • Überfüllter Zug: gestern passiert. Die im Bild sichtbare Durchsage, man könne in den hinteren Waggons noch locker stehen, haben wir wirklich so zu hören bekommen.
  • Einzelner Zug > 60 Minuten verspätet: Ich glaube nicht, dass ich schon mal deutlich länger als 60 Minuten auf einen Zug gewartet habe, weil sie einem i.d.R. dann nahe legen, eine andere Verbindung zu nehmen, aber es kommt vor.
  • Spontane Fahrplanänderung: erlebt nach dem Elbehochwasser, wo alle Züge Berlin→Hannover eine Stunde vorverlegt wurden, damit sie trotz Umleitung über Magdeburg um dieselbe Zeit in Hannover ankommen. Mir hatte das natürlich niemand mitgeteilt.
  • Taxi als Zugersatz: Passierte mir nach Weihnachten, als ich den letzen Zug Hamburg→Berlin verpasst hatte. Wir wurden dann tatsächlich mit Taxis ganz bis nach Berlin gefahren.

Weil ich nicht immer nur meckern will... Deutsche Bahn, Privat

Autor:  Jitsch

Bildquelle

Nach zwei dicken Rants über Unpünktlichkeiten der Deutschen Bahn (wer sich dafür interessiert, kann hier und hier meine Verspätungsgeschichten nachlesen) wollte ich diesmal zur Abwechslung auch mal was Nettes sagen. Ist ja sonst viel zu einseitig.

Rückfahrt von zu Hause nach Berlin Ende September

Okay, zu dieser Bahnfahrt gibt es quasi nichts zu sagen. Der Regionalzug, mit dem ich zum nächst größeren Bahnhof gefahren bin, hatte 10 Minuten Verspätung, aber da ich auf meinen Anschlusszug eh 40 Minuten hätte warten müssen, war das auch nicht so schlimm. Der ICE war dann pünktlich. Keine Probleme. Ich habe mich bis Minden (?) mit meinem Sitznachbar unterhalten und dann in Ruhe lesen können.

Von Berlin nach Hause am 10.10.
Hier wird's schon eher interessant. Geplant war, dass ich vom Zoologischen Garten aus einen Regionalzug nehme, der mich nach Spandau bringt, wo ich dann in den ICE steigen sollte. Ich also pünktlich am Zoo angekommen und erstmal nach meinem Zug geguckt - und innerlich aufgestöhnt. 40 Minuten Verspätung.

War klar, dass ich, wenn ich auf den warte, meinen ICE so oder so verpasse, also habe ich stattdessen die S-Bahn genommen. Die ungefähr zur selben Zeit abfuhr, zu der der Regio gefahren wäre, wenn er pünktlich gewesen wäre. Nur, dass die S-Bahn noch dutzende weitere Stopps hat und deshalb statt 15 etwas über 20 Minuten braucht. War eine sehr knappe Rechnung - etwa 2 Minuten Umsteigezeit.

Ich also sehr nervös. Als die S-Bahn in Spandau einfuhr, konnte ich schon einen ICE am Gleis 3 stehen sehen, auf dem mein Zug fahren sollte. Ich also, kaum dass wir gehalten hatten, raus. Erstmal gucken, wo die Treppe ist. Mit Koffer die Treppe runter und die nächste wieder hoch. Den Zug gerade noch wegfahren sehen. Geflucht.
Dann festgestellt, dass das ein ICE nach Frankfurt war, meiner von Gleis 4 fahren sollte und Gleis 3 das war, wo mein Regio angekommen wäre. Etwa eine Minute später kam dann mein Zug, pünktlich. Erleichtert, wenn auch noch etwas aus der Puste eingestiegen.

Währen der Fahrt habe ich dann das erste Mal von den Brandanschlägen gehört (wer davon nichts mitbekommen hat, ist selber schuld), die wohl auch für die Verspätung meines Regionalzugs verantwortlich waren. Der ICE hat dann auch sukzessive immer mehr Verspätung draufgekriegt, weil die ICEs der Strecke Berlin <-> Hamburg augenscheinlich über unsere umgeleitet wurden und wir langsamer fahren mussten.
Letzten Endes hatten wir an meinen Zielbahnhof ca. 30 Minuten Verspätung. Das war mir allerdings nur recht, weil ich so direkt in den anschließenden Regionalzug umsteigen konnte und nicht noch 30 Minuten am Bahnhof warten musste.

Der kam übrigens pünktlich. Dafür habe ich beim Umsteigen schon mitbekommen, dass auch andere Züge Verspätungen von 40 Minuten oder mehr aufwiesen und mich gefragt, was da nun schon wieder los ist. Die Dimension der Brandanschläge war mir da nämlich noch nicht klar, das habe ich erst am Abend in der Tagesschau erfahren.

Jedenfalls bleibt festzuhalten: Diesmal konnte die Bahn eindeutig nichts dafür.

Rückfahrt von zu Hause nach Berlin am 15.10.

Darüber gibt es wiederum kaum was zu sagen. Okay, der Regionalzug hatte mal wieder 10 Minuten Verspätung. Wie immer also. Trotzdem noch 30 Minuten Wartezeit am Bahnhof. Dort waren auch einige Cosplayer versammelt, die wohl zur FBM wollten, aber das war nicht ganz meine Richtung.

Mein ICE kam pünktlich, ich saß in einer Sitzgruppe mit Tisch neben einer Mutter mit Sohn und einer Familie mit drei Kindern, die sich spontan prächtig verstanden haben. Hat meine Konzentration nicht gerade gefördert, aber was soll's. Wir waren auf die Minute pünktlich in Spandau (obwohl wir zwischendurch, warum habe ich gar nicht so mitbekommen, auch mal 10 Minuten Verspätung hatten, glaube ich), dort habe ich einen ebenfalls püntklichen Regionalzug zum Zoo genommen und dann ging's in die U-Bahn, bei der Verspätungen sowieso eine große Ausnahme wären.


Bin mal gespannt, ob ich auch so wohlwollend werde berichten können, wenn es um die Bahnfahrt nach Hause und zurück geht, die wir um Weihnachten geplant haben. Wahrscheinlich nicht, denn dass der Winter für die Bahn ein noch größerer Todfeind ist als der Sommer oder Frühling und Herbst zusammen, ist ja allgemein bekannt. Aber ich lasse mich gerne positiv überraschen.
 

Wiederholungstäter: Die Deutsche Bahn Deutsche Bahn, Privat

Autor:  Jitsch
Es ist unglaublich, wie die das immer wieder schaffen:

Jedes Mal, wenn ich mit der Deutschen Bahn zu meinen Eltern fahre, ist irgendwas. Seien wir fair: Fast immer. Ich glaube, im April, bin ich sogar einmal problemlos hin und zurück gekommen.

Oder nein, wahrscheinlich liegt es einfach daran, dass ich es einfach nicht im Gedächtnis behalte, wenn denn wirklich mal alles Glatt läuft. Weil das ja auch eigentlich nicht der Rede wert sein sollte: "Ich bin mit der Bahn gefahren und sie war pünktlich". Andererseits reden wir von der Deutschen Bahn. Ich sollte mir angewöhnen, auch mal Weblogeinträge darüber zu schreiben, wenn doch was geklappt hat.

Die krasseste Geschichte war ja die Sache im letzten Juni mit dem Buschbrand. Dachte ich mal.

Na gut, irgendwann musste ich noch mal eine Stunde in Osnabrück warten, weil jemand (scheinbar in Holland, wo der Zug herkommt) Schienen-Suizid begangen hatte. Als ich dann, schon geübt, mal eben eine Erstattung von der Bahn einsacken wollte, hieß es dann aber sofort: "Nee, wir können da ja auch nichts für."
Okay, kann man anerkennen. Interessanterweise habe ich dann aber doch noch ne Erstattung bekommen, als ich mein Ticket und das Erstattungsformular ausgefüllt an das Servicecenter der Bahn geschickt habe. Entweder waren die zu doof, um den Grund für die Verspätung in ihrer Datenbank nochmal zu recherchieren oder nett, weil ich immerhin 55 cent auf den Brief verwendet habe.

Aber meine Heimfahrt zu Weihnachten weiß das tatsächlich noch zu toppen. Was einen natürlich nicht wundert, denn unerwartet extreme Witterungsbedingungen (sowas wie Schnee im Winter und Hitze im Sommer) sind ja irgendwie der Todfeind der Bahn. Also: Winter.

Der Zug sollte irgendwann Mittags fahren. Im Folgenden eine Darstellung der Ereignisse, die halbwegs den realen Geschehnissen entspricht, auch wenn die Uhrzeiten so nicht exakt stimmen. 

11:40 Skyrider und ich erreichen den Bahnsteig. Eine Regionalbahn, die dort kommen soll, ist schon viel zu spät dran. Auch auf den anderen Gleisen immer wieder Durchsagen über Verspätungen.
11:59 Der Zug wird auf der Tafel angezeigt. Von einer Verspätung ist dort keine Rede. Ich mache mir Hoffnungen.
12:00 >Der Zug verspätet sich um ca. 10 Minuten<
Denke: "Na, wenigstens nicht so spät wie der 2 Stunden verspätete Zug aus Russland.
12:10 Kein Zug in Sicht. Stattdessen: >Der Zug verspätet sich um ca. 25 Minuten<
12:20 Die Regionalbahn kommt auf meinem Gleis etwa 40 Minuten nach der planmäßigen Abfahrtszeit an.
12:25 >Der Zug verspätet sich um ca. 40 Minuten<
12:30 Auf dem anderen Gleis an unserem Bahnsteig fährt ein Zug nur 5 Minuten verspätet wieder ab. 
12:35 Mir ist kalt. Skyrider wärmt mich und wir holen uns Kaffee resp. Tee, die von einem Bahnmitarbeiter kostenlos verteilt werden.
12:40 >Der Zug verspätet sich um ca. 60 Minuten< Hatte ich eh schon mit gerechnet. Dabei fährt der eine ICE-Station vorher, in Ostbahnhof, los...
12:50 Langsam wird mir wirklich kalt. Bekomme Angst, dass meine Füße erfrieren (okay, das Schuhwerk ist nicht 100% Winterfest - aber ich dachte ja auch, ich verbringe den Tag in einem halbwegs geheizten Zug und nich auf dem luftigen Bahnsteig oben am Berliner Hauptbahnhof).
13:05 Der Zug fährt ein. Na endlich.

Die restliche Fahrt lief dann übrigens, soweit ich mich erinnern kann, ohne nennenswerte Probleme. Ich glaube, mein Anschlusszug kam sogar pünktlich.

Nett wurde es dann erst wieder auf der Rückfahrt. Hatte zur Abwechslung (weil's günstiger war) einen Zug über Bremen und Hamburg gebucht. Hätte eigentlich schon vom letzten Mal (siehe alter Weblog-Eintrag) wissen sollen, dass das nicht so gut ist.


Kam pünktlich in Bremen an. War zuversichtlich, da ich bis dahin eigentlich nie auf Hin- und Rückfahrt Verspätungen hatte. Habe mir noch zwei neue Manga geleistet, die es am Bahnhof gab. Mein Zug stand schon als eine Halbe Stunde verspätet dran, also habe ich erstmal unten im Gang und nicht auf dem Bahnsteig gewartet. Irgendwann bin ich dann doch hoch. Ich weiß nicht mehr genau, wie viel zu spät mein Zug letzen Endes kam, aber 40 Minuten werden's wohl gewesen sein.
Ich kam dann also verspätet irgendwie so um halb zehn  Uhr abends in Hamburg-Hauptbahnhof an. Mein Anschlusszug, der ICE von Hamburg nach Berlin, war knappe 10 Minuten vorher schon gefahren, aber kein Problem, nehme ich halt den Nächsten. Dachte ich.
Auf zum nächsten Service-Center der Bahn. Das wurde gerade geschlossen, aber eines teilten mir die Mitarbeiter noch eben mit: Dass der letzte Zug Hamburg-Berlin schon weg war. Ich dachte, ich höre nicht richtig. Von Hannover kann man auch noch um 23 Uhr nach Berlin fahren (ja, musste ich auch schonmal, siehe letzter Weblog) und in Hamburg fährt um halb Zehn der letzte Zug?
Ich also Skyrider schonmal mitgeteilt, dass ich voraussichtlich in Hamburg werde übernachten müssen. Das kam dann aber doch anders.
Mit mir standen noch ein paar andere Leute am zweiten (noch geöffneten) Service-Schalter, die nach Berlin wollten, und immer wieder hörte ich das Wort "Taxi". Habe es nicht auf mich bezogen, bis ich an der Reihe war und zu hören kriegte: "Ja, wir suchen gerade noch andere Leute, die nach Berlin wollen und bestellen dann Taxis".
Wir waren ungefähr 8 Personen, die das wollten, einer davon wollte dann doch lieber in Hamburg übernachten. Der Rest wurde, nachdem etwa 30 Minuten rumtelefoniert worden war, in zwei relativ große Taxis geschmissen und dann ging die Reise auch schon los.
Und das bei Minusgraden und immer noch herrschender Straßenglätte. Ich hatte wirklich ein bisschen Angst. Gerade, weil man von Taxifahrern immer erwartet, dass sie, da sie ja so erfahren sind, ein bisschen weniger vorsichtig fahren. Dass ich diesen Weblog schreibe, zeigt, dass es doch nicht so schlimm war.
Wie ich erfahren habe, ist Hamburg so in etwa die einzige Stadt, die diesen Service anbietet: Wer in Hamburg strandet und seinen Anschlusszug nicht mehr gekriegt hat, wird halt mit dem Taxi gefahren. Nach Flensburg, weiter in den Norden, aber eben auch nach Berlin. Na gut, vielleicht ist es wirklich billiger,
als die Leute im Hotel übernachten zu lassen, zumindest in den meisten Fällen, aber mit dem Taxi von Hamburg nach Berlin? Ich will gar nicht wissen, wie viel man da nach gängigen Tarifen bezahlen würde.

Letzten Endes waren wir dann glaube ich gegen 2 Uhr in Berlin (oder doch schon halb drei?). Jedenfalls später als meine geplante Ankunft (wäre so um 23 Uhr gewesen). Mit Schuld war auch noch ein Schwertransport, der auf der Autobahn ziemlich lange in Tempo 80 vor uns her fuhr und den man nicht überholen konnte / sollte.

Übrigens war ich danach fast eine Woche krank. Ich glaube nicht, dass das Zufall war.


Ja, und nun komme ich endlich zum eigentlichen Anlass für diesen Eintag: Das aktuelle Ereignis.
Wobei ich vorher aus Objektivitätsgründen noch einmal erwähne, dass ich im April ohne Probleme hin und zurück gekommen bin, außer dass ich in Osnabrück fast eine Stunde gewartet habe, weil ich zu blöd war, meine Fahrkarte zu lesen um meinem Vater zu sagen, wann mein Zug ankommt (stattdessen habe ich ihm die Zeit gegeben, zu der der Schienenersatzverkehr auch vom Bahnhof Osnabrück in unserer Richtung abfuhr).

Also, dieses Wochenende. Die Hinfahrt verlief planmäßig, allerdings etwas länger, da derzeit zwischen Berlin und Wolfsburg gebaut wird und mein üblicher Zug deshalb derzeit über Magdeburg fährt. Was noch nett und erwähnenswert war: Bei der Hinfahrt hatte ich einen Platz reserviert, musste also auf dem Wagenstandanzeiger nachgucken, wo ich hin sollte. Auf dem Anzeiger, den ich zuerst fand, waren alle Züge bis 12:50 aufgelistet. Meiner fuhr um 13:36. Der andere Anzeiger mit den restlichen Zügen stand am anderen Ende des Bahnsteigs. Bis ich den Hinweis darauf am unvollständigen Aushang gefunden hatte (ein ca. 10cm2 großes rotes Schildchen), verging auch genug Zeit.
Dafür hat mich die Bahn wieder überrascht, als sie während der Fahrt kostenlose Süßigkeiten (Joghurt-Knusper-Kissen) verteilten. Ich glaube, ich habe von der Deutschen Bahn noch nie was kostenlos gekriegt.

Aber da die Hinfahrt jetzt nicht so ereignisreich war, kommen wir zur Rückfahrt.
Wir haben ja schon auf dem Weg zu unserem Regionalbahnhof rumgescherzt, dass bestimmt ne Klimaanlage ausfällt. War ja doch ziemlich warm.
Dann kam erstmal der Regionalzug 10 Minuten zu spät. Na ja, um so besser, musste ich statt 40 Minuten halt nur 30 am Banhof Osnabrück auf den Anschlusszug warten.
Dort angekommen gleich gesehen: Na toll, der hat auch schon 20 Minuten Verspätung. Mir erstmal was zu Essen geholt. Dann kam eine Durchsage, dass mein Zug jetzt wegen eines Oberleitungsschadens in den Niederlanden (ja, genau, die Holländer warn's, die Bahn kann gar nichts dafür!) doch mindestens 50 Minuten zu spät kommt. Man solle doch bitte die nächste Westfahlenbahn nehmen und in Herford umsteigen.
Ich also lieber nochmal nachgefragt, ob ich das auch darf (die günstigen Tickets sind immer mit Zugbindung, man darf eigentlich nur genau mit dem Zug fahren, der da drauf steht). War in Ordnung und die Westfahlenbahn fuhr in drei Minuten. Ich mich also nicht lange aufgehalten und in den Bummelzug nach Minden gestiegen.
In Herford dachte ich, ich müsste einfach den nächsten Zug nach Berlin suchen. Gab's aber nicht. Also zum Bahncenter, was neben dem Service-Center auch noch normalen Ticketverkauf beinhaltete. Vor mir standen drei Jungs, die irgendwann nächsten Monat nach Berlin wollten, und zwar unbedingt zusammen zurück aber an drei verschiedenen Tagen hin und am besten noch getrennt bezahlen. Zog sich also etwas.
In der Zwischenzeit entdeckte ich einen auf den ersten Blick sehr verwirrenden Infozettel über Verbindungen Herford-Berlin, dem ich, nachdem ich das System verstanden hatte, entnehmen konnte, dass man um 12:31 Uhr ne Regionalbahn nach Braunschweig nehmen konnte und von da mit dem ICE nach Berlin weiter. Da war es bereits 12:32 Uhr.
Dann war ich nach 10 Minuten auch mal dran, weil mich die nette alte Dame vorgelassen hat, die nicht heute noch Bahn fahren sondern was für irgendwann später buchen wollte. Der Mann am Schalter hat mir aber auch nur gesagt, was ich dem Zettel mittlerweile auch schon entnommen hatte: Dass ich die nächste Bahn nach Bielefeld nehmen sollte, wo dann ein ICE nach Berlin gehen würde. Wobei er schön übersah, dass der nächste, der in Bielefeld hielt, schon um 12:50 fuhr, nicht um 12:59. Machte auch keinen Unterschied, da beide auf denselben Anschlusszug abzielten, es war also nur eine Frage dessen, ob man lieber in Herford oder in Bielefeld 10 Minuten länger auf dem Bahnsteig stehen wollte.

In Bielefeld war es gar kein Problem, das richtige Gleis zu finden, der Zug stand auch schon dran, geplante Abfahrtszeit: 13:29 Uhr.
Ihr ahnt es sicher bereits. Aus 13:29 Uhr wurde nichts. Der Zug käme 10 Minuten später hieß es, dann wurde die Verspätungszeit sukzessive auf 35 Minuten erhöht, in der Zwischenzeit fuhr noch ein (nur) 5 Minuten zu später Regionalzug, aber der anschließend angekündigte Zug hatte auch schon wieder 20 Minuten Verspätung dran stehen, als unserer dann tatsächlich um 14:05 Uhr endlich kam.
Ich saß nun also im Zug nach Berlin, nachdem ich noch einen freien Sitzplatz gefunden hatte, konnte mir eigentlich nichts mehr passieren. Dachte ich. Kurz hinter Hannover standen wir nochmal, weil wir einen entgegenkommenden ICE passieren lassen mussten. Dann gab es noch irgendwo eine Signalstörung. Kurz vor Wolfsburg hieß es dann "Irgendwo hinter Wolfsburg ist ein ICE liegengeblieben. Der muss jetzt erstmal bis nach Wolfsburg abgeschleppt weren, weil wegen Bauarbeiten nur ein Gleis in beide Richtungen zur Verfügung steht. Keine Ahnung, wie lange das dauert."
Man hörte dem Schaffner an, dass er auch nicht beigeistert war, das zu verkünden.
Aber immerhin - der Aufenthalt in Wolfsburg dauerte dann doch nur knapp 10 Minuten. Und sie haben sogar im Zug das Ergebnis des Frauen-WM-Spiels von Japan durchgesagt.

Am Ende war ich statt um 16:18 Uhr um 17:20 Uhr in Berlin. Ab 60 Minuten gibt es Erstattung. Was hatte ich für ein Glück, dass wir vor Wolfsburg liegengeblieben sind, sonst wären wir bestimmt schon um 17:15 in Berlin gewesen und für eine Verspätung von 57 Minuten gibt es, soweit ich weiß, keine Entschädigung.
Morgen gebe ich wohl das Formular ab, ich wollte das eigentlich noch heute und von dem Erstattungsgeld einkaufen, aber sowohl am Hauptbahnhof als auch am Zoo waren so lange Schlangen bei den Bahn-Servicezentren, dass es mir das nicht wert war. Nett war auch, als ich mir die Verspätung habe von den Leuten am Bahnschalter bestätigen lassen: Der Herr meinte, die Bahn könnte ja gar nichts dafür (wie gesagt, die Holländer sind schuld!) und seine Kollegin, doch doch, das würde auch auf die Bahn gehen. Werde ich ja dann sehen.


Ich bin ja wirklich mal gespannt, was bei meiner nächsten Reise in die Heimat passiert. Auf jeden Fall freue ich mich schon auf unseren Urlaub im Sommer in Japan. Da ist es zwar möglicherweise etwas verstrahlt, aber wenigstens werden unsere Züge da pünktlich fahren. Alle.

Nippon-Con, ICE und andere Katastrophen NipponCon 2010, Convention, Deutsche Bahn, Privat

Autor:  Jitsch
... wobei man, nur um das schonmal vorweg zu nehmen, das Wort "Katastrophen" vor allem auf das Stichwort ICE beziehen sollte, dazu aber später mehr.

Zunächst mal eine gute Meldung: Ich habe jetzt meinen Laptop endlich wieder und er scheint einwandfrei zu funktionieren. Das Problem, das ich bei meinem letzten Eintrag als die Grafikkarte (unter Vorbehalt) genannt hatte, war offenbar doch eher das CD-Laufwerk, das immer wieder komische Geräusche von sich gab. Die Menschen, die sich um meinen Walter (der Name des Laptops) gekümmert haben, sollen außerdem Staub aus den Lüfungssystemen entfernt haben. Nebenbei wurden die parallel (und angeblich ineinander verzahnt) laufenden
Windows-Vista und Windows 7 Partitionen plattgewalzt und durch eine schöne alleinstehende W7-Version ersetzt.

Nun ja, Berlin hat eben mehr Dreck als meine Heimat auf dem Land.
Momentan installiere ich gerade alle wichtigen Programme neu (In der Reihenfolge: Internet-Zugangszertifikat - Antivir - Drucker/Scanner-Software - GIMP - VLC-Player - Adblock-Addon). Hätte man mir den Firefox und Open Office nicht von vornherein mit dem Betriebssystem aufgespielt, hätten diese beiden Programme aber ganz oben gestanden.
Als nächstes werde ich meine Internet-Favoritenliste langsam wieder dem alten Stand angleichen. Außerdem habe ich in den letzten zwei Wochen geschätzte 27 Folgen von aktuell laufenden Animes verpasst (Full Metal Alchemist!! T.T) und Bilder gemalt die gescannt werden wollen. Mal sehen, wie lange es dauert, bis alle Nachwirkungen dieses Supercrashs beseitigt sind.


Nun aber zum eigentlichen Thema des Blogs: Die Nippon-Con

Der Veranstaltungsort liegt in Bremen-Oslebshausen, den man vom Hauptbahnhof aus mit der Regionalbahn (Fahrtzeit ca. 6 Minuten + ca. 15 Minuten Fußweg) oder mit der Kombination aus Straßenbahn und Bus (auf diesem Weg brauchten wir ca. 1 Stunde) erreichen kann.
Bei der ersten Ankunft fanden wir am Bahnhof ein Schild, das uns und etwa 10 anderen, teils kostümierten Personen den Weg weisen sollte. Vorbei an einer etwas größeren Straße ging es in ein nettes Wohngebiet, vorbei an einer Kirche und zwischen Einfamilienhäusern lang bis zu einem einstöckigen Gebäude, das man ohne die davor befindlichen Cosplayer praktisch übersehen hätte.
Das Innere war auch nicht größer, als das Äußere vermuten ließ: Der Saal mit Bühne hatte Sitzplätze für grob geschätzte 40 Personen (war aber nie so voll), Händler gab es in etwa vier (drei mit dem Standardrepertoire aus Plüschtieren, Schlüsselanhängern, Taschen, Merchandise-Schmuck, Postern, Figürchen etc. und einen mit Dôjinshi).
Das "Maid-Café" war eine Bar im Eingangsbereich, vor dem drei Stuhl-Tisch-Gruppen mitten im Durchgangsbereich standen; weitere Sitzgelegenheiten gab es draußen an Grillpartytypischen Holz-Klappbänken und -tischen. Abgesehen von zwei Workshopräumen, einem Videoraum (mit etwa 9 Stühlen) und dem Gamesraum (den ich nicht besucht habe, der aber von allem noch den größten Eindruck machte) sind damit die Örtlichkeiten zu Genüge beschrieben.
Zustätzlich erwähnenswert sind nur noch die zwei (ebenfalls halb im Durchgang befindlichen) zwei Tischchen für die Semi-bekannten Zeichner apfelkeks und (am 1. Tag) Kaoruyagi, später Martina Peters ("Lilientod"). Alles, was Rang und Namen hatte, tummelte sich wohl eher in Erlangen beim Comic-Salon. Wer kommt eigentlich auf die Idee, eine eh schon kleine Con als Konkurrenz zu einer alteingesessenen Messe zu veranstalten, nur weil Erlangen um die 600 km von Bremen weg liegt?

Das Programm war dann auch so locker-flockig, dass man zwischendurch auch mal Zeit hatte, ein lange liegengebliebenes Fanart anzumalen. Lustig war nur der Speedpainting-Contest, bei dem man 2 Stunden Zeit hatte, ein Bild zum Thema "Ein Tag im Zoo" zu malen. Ich als Teilnehmer hatte jedoch den Eindruck, nicht genug informiert zu werden: Offenbar findet die Auswertung Online statt, alles, was die Veranstalter von mir haben ist mein Name (und Nickname), der hinten auf dem Bild stand und die drei Preise, die angeblich vor Ort übergeben werden sollten, habe ich auch noch nicht gesehen O.o

Tag 1 und Tag 2 gaben sich die Hand, nichts stach besonders hervor. Im Nachhinein hätte ein Tag gereicht, aber wir hatten nun schonmal Wochenend-Tickets...
Ich hoffe, die Con wird noch größer, damit es sich auch lohnt, da anzureisen.


Nun aber zum dritten Stichwort, das auch unter dem Titel Meine Odyssee laufen könnte und die Rückfahrt von Bremen nach Berlin beschreibt.

Nur mal kurz vorweg: Der Zug, der mich Freitag von Berlin nach Hause gebracht hatte, war pünktlich gewesen, bis auf die 5 Minuten verzögerung am Hauptbahnhof, weil offenbar alle Reisenden durch eine Tür einsteigen wollten und die Abfahrt unnötig verzögerten. Auch sonst lief zugmäßig Freitag und Samstag eigentlich alles glatt, wenn man von der chronischen 15-Minütigen Verspätung der Regionalzüge richtung Bremen absieht, weil die Gleisarbeiten, die im März nicht geschafft wurden, jetzt ohne Fahrplanänderung durchgeführt werden.

Am Sonntag dagegen waren praktisch alle Züge zu spät (der Regionalzug sowieso, wie gesagt, chronisch).
Der Regionalzug von Bremen HBF zur Messe hatte 20 Minuten Verspätung (angeblich wegen eines Suizids), weshalb wir die oben erwähnte Straßenbahn-Bus-Kombi nahmen. Die zog sich aber aufgrund langer Wartezeiten (7 Minuten am HBF auf die Straßenbahn und 12 Minuten auf den Anschluss-Bus) länger als die theoretischen 20 Minuten hin, die man laut der Homepage des Verkehrsunternehmens brauchen sollte.
Auf dem Rückweg war daher klar, dass wir den Regionalzug nehmen würden, allerdings kam der nicht: Der, der eine halbe Stunde vor unserer Ankunft am Bahnhof hätte fahren sollen, fiel aus (später erfuhr ich auf Nachfrage, dass das Problem ein Triebwerkschaden gewesen sein soll), der darauf folgende sollte auch schon 20 Minuten später kommen.
Wir fuhren mit Straßenbahn zurück und verpassten den Regionalzug zurück nach Hause ziemlich kolossal und stellten dann auch noch fest, dass der einstündige Takt, in dem dieser normalerweise verkehrt, Sonntags ausgerechnet in der Stunde nach unserer Ankunft am HBF aussetzte, so dass wir dort fast 2 Stunden warten mussten.
Wir fuhren dann zu Venedig-6379 nach Hause, aber ich konnte nicht lange bleiben: Das Risiko, mit dem eigentlich geplanten Regionalzug nach Bremen meinen ICE nach Hamburg zu verpassen (normale Umsteigezeit wäre 9 Minuten gewesen) war mir zu groß, so dass ich eine Stunde eher fuhr, mit 15 Minuten Verspätung in Bremen eintraf und die eine Stunde Wartezeit mit Essen und Zeichnen totschlug.

10 Minuten vor der geplanten Abfahrt meines IC nach Hamburg fing es dann an: Auf dem gegenüberliegenden Gleis fiel ein Zug nach Kiel aufgrund eines Buschbrandes aus, dann hieß es, dasselbe gelte für den IC nach Hamburg. Anscheinend beeinträchtigte dieser Buschbrand die Strecken Bremen-Hannover und Bremen-Osnabrück, so dass der von sonstwoher kommende IC nach Hamburg um Bremen herumgeleitet wurde (und vermutlich sogar pünktlich in Hamburg ankam).
Ich dagegen musste mir einen Ersatz suchen und stand in der Schlange hinter Menschen, die ganz dringend nach Hamburg oder noch weiter mussten, während totales Chaos darüber herrschte, welche Züge nun fuhren und welche nicht. Die Anzeigetafel war schon fast überfüllt mit Zügen, die eigentlich schon hätten gefahren sein sollen und Verspätungen zwischen 5 und 50 Minuten aufwiesen.
Meine Umleitung ging über Hannover. Ich hatte die Wahl zwischen einem Regionalzug (der fast 2 Stunden gebraucht hätte) und einem ICE, der der Ersatzzug für einen entfallenen Zug nach Hannover war. Ich entschied mich für den ICE und traf dort mehrere andere Leute, die auch nach Berlin wollten.

Der Ersatzzug kam fast eine halbe Stunde später, als eigentlich angesagt, direkt aus Hannover und sollte dann nach dort zurück, zuerst musste aber die Lok gewechselt werden, weshalb wir noch mal bestimmt 10 Minuten verloren, bevor es ohne Zwischenhalt nach Hannover losging.
Die Anschlusszüge nach München und Wien, die scheinbar sowieso schon Verspätung hatten, wurden erreicht (letzterer fuhr fast anderthalb Stunden später als geplant), nicht so der ICE nach Berlin, den ich bei pünktlicher Abfahrt des Ersatzzuges bekommen hätte. So saß ich dann doch in dem Zug, den ich mit dem Regionalzug nach Hannover auch noch gekriegt hätte.
Der Zug nach Berlin ging sogar pünktlich (scheinbar der erste Zug an diesem Tag, auf den das zutraf), hatte am Ende aber doch noch eine Verspätung von 15 Minuten, weil wir aufgrund einer Signalstörung auf freier Strecke einmal anhalten mussten und nur schleppend wieder anfahren konnten.
Schlussendlich trudelte der Zug kurz nach dem Ende des regulären S-Bahn-Betriebs um 01:30 Uhr Nachts in Berlin Ostbahnhof ein. Wo ich mir bestätigen ließ, diesen Zug genommen zu haben (inklusive der Verspätung) und zum Glück einen Taxigutschein erhielt, was mir das Nachtbusfahren ersparte und es mir ermöglichte, um 2:00 Uhr Nachts endlich zu Hause zu sein.
Eigentlich hätte ich gegen 0:00 Uhr am Ostbahnhof sein sollen, dann wären auch noch S-Bahnen gefahren...

Um hier noch eine Idee eines Mitreisenden aufzugreifen: Die Menschen von der Deutschen Bahn haben offenbar einen Würfel, den sie rollen, wenn ein Zug zu spät kommt. Mögliche Gründe sind "Buschbrand", "Unregelmäßigkeiten im Betriebsablauf", "Signalstörung", "Hohe Zugauslastung", "Suizid" und "Triebwerkschaden". Hauptsache, man hat einen Grund, den man den Kunden nennen kann. Ich habe an diesem Wochenende alles erlebt.

Fazit: Dank dieser Wirrungen habe ich am nächsten Morgen meinen Wecker nicht gehört und ein Tutorium verpasst, aber immerhin bin ich wieder zu Hause, wir haben all unsere Hausaufgaben noch geschafft und jetzt kann ich endlich wieder Nachts im Internet surfen. Jetzt gehe ich aber trotzdem lieber mal ins Bett.

Danke an die Deutsche Bahn für ein aufregendes Wochenende!

Jitsch*

Nippon-Con, ICE und andere Katastrophen NipponCon 2010, Convention, Deutsche Bahn, Privat

Autor:  Jitsch
... wobei man, nur um das schonmal vorweg zu nehmen, das Wort "Katastrophen" vor allem auf das Stichwort ICE beziehen sollte, dazu aber später mehr.

Zunächst mal eine gute Meldung: Ich habe jetzt meinen Laptop endlich wieder und er scheint einwandfrei zu funktionieren. Das Problem, das ich bei meinem letzten Eintrag als die Grafikkarte (unter Vorbehalt) genannt hatte, war offenbar doch eher das CD-Laufwerk, das immer wieder komische Geräusche von sich gab. Die Menschen, die sich um meinen Walter (der Name des Laptops) gekümmert haben, sollen außerdem Staub aus den Lüfungssystemen entfernt haben. Nebenbei wurden die parallel (und angeblich ineinander verzahnt) laufenden
Windows-Vista und Windows 7 Partitionen plattgewalzt und durch eine schöne alleinstehende W7-Version ersetzt.

Nun ja, Berlin hat eben mehr Dreck als meine Heimat auf dem Land.
Momentan installiere ich gerade alle wichtigen Programme neu (In der Reihenfolge: Internet-Zugangszertifikat - Antivir - Drucker/Scanner-Software - GIMP - VLC-Player - Adblock-Addon). Hätte man mir den Firefox und Open Office nicht von vornherein mit dem Betriebssystem aufgespielt, hätten diese beiden Programme aber ganz oben gestanden.
Als nächstes werde ich meine Internet-Favoritenliste langsam wieder dem alten Stand angleichen. Außerdem habe ich in den letzten zwei Wochen geschätzte 27 Folgen von aktuell laufenden Animes verpasst (Full Metal Alchemist!! T.T) und Bilder gemalt die gescannt werden wollen. Mal sehen, wie lange es dauert, bis alle Nachwirkungen dieses Supercrashs beseitigt sind.


Nun aber zum eigentlichen Thema des Blogs: Die Nippon-Con

Der Veranstaltungsort liegt in Bremen-Oslebshausen, den man vom Hauptbahnhof aus mit der Regionalbahn (Fahrtzeit ca. 6 Minuten + ca. 15 Minuten Fußweg) oder mit der Kombination aus Straßenbahn und Bus (auf diesem Weg brauchten wir ca. 1 Stunde) erreichen kann.
Bei der ersten Ankunft fanden wir am Bahnhof ein Schild, das uns und etwa 10 anderen, teils kostümierten Personen den Weg weisen sollte. Vorbei an einer etwas größeren Straße ging es in ein nettes Wohngebiet, vorbei an einer Kirche und zwischen Einfamilienhäusern lang bis zu einem einstöckigen Gebäude, das man ohne die davor befindlichen Cosplayer praktisch übersehen hätte.
Das Innere war auch nicht größer, als das Äußere vermuten ließ: Der Saal mit Bühne hatte Sitzplätze für grob geschätzte 40 Personen (war aber nie so voll), Händler gab es in etwa vier (drei mit dem Standardrepertoire aus Plüschtieren, Schlüsselanhängern, Taschen, Merchandise-Schmuck, Postern, Figürchen etc. und einen mit Dôjinshi).
Das "Maid-Café" war eine Bar im Eingangsbereich, vor dem drei Stuhl-Tisch-Gruppen mitten im Durchgangsbereich standen; weitere Sitzgelegenheiten gab es draußen an Grillpartytypischen Holz-Klappbänken und -tischen. Abgesehen von zwei Workshopräumen, einem Videoraum (mit etwa 9 Stühlen) und dem Gamesraum (den ich nicht besucht habe, der aber von allem noch den größten Eindruck machte) sind damit die Örtlichkeiten zu Genüge beschrieben.
Zustätzlich erwähnenswert sind nur noch die zwei (ebenfalls halb im Durchgang befindlichen) zwei Tischchen für die Semi-bekannten Zeichner apfelkeks und (am 1. Tag) Kaoruyagi, später Martina Peters ("Lilientod"). Alles, was Rang und Namen hatte, tummelte sich wohl eher in Erlangen beim Comic-Salon. Wer kommt eigentlich auf die Idee, eine eh schon kleine Con als Konkurrenz zu einer alteingesessenen Messe zu veranstalten, nur weil Erlangen um die 600 km von Bremen weg liegt?

Das Programm war dann auch so locker-flockig, dass man zwischendurch auch mal Zeit hatte, ein lange liegengebliebenes Fanart anzumalen. Lustig war nur der Speedpainting-Contest, bei dem man 2 Stunden Zeit hatte, ein Bild zum Thema "Ein Tag im Zoo" zu malen. Ich als Teilnehmer hatte jedoch den Eindruck, nicht genug informiert zu werden: Offenbar findet die Auswertung Online statt, alles, was die Veranstalter von mir haben ist mein Name (und Nickname), der hinten auf dem Bild stand und die drei Preise, die angeblich vor Ort übergeben werden sollten, habe ich auch noch nicht gesehen O.o

Tag 1 und Tag 2 gaben sich die Hand, nichts stach besonders hervor. Im Nachhinein hätte ein Tag gereicht, aber wir hatten nun schonmal Wochenend-Tickets...
Ich hoffe, die Con wird noch größer, damit es sich auch lohnt, da anzureisen.


Nun aber zum dritten Stichwort, das auch unter dem Titel Meine Odyssee laufen könnte und die Rückfahrt von Bremen nach Berlin beschreibt.

Nur mal kurz vorweg: Der Zug, der mich Freitag von Berlin nach Hause gebracht hatte, war pünktlich gewesen, bis auf die 5 Minuten verzögerung am Hauptbahnhof, weil offenbar alle Reisenden durch eine Tür einsteigen wollten und die Abfahrt unnötig verzögerten. Auch sonst lief zugmäßig Freitag und Samstag eigentlich alles glatt, wenn man von der chronischen 15-Minütigen Verspätung der Regionalzüge richtung Bremen absieht, weil die Gleisarbeiten, die im März nicht geschafft wurden, jetzt ohne Fahrplanänderung durchgeführt werden.

Am Sonntag dagegen waren praktisch alle Züge zu spät (der Regionalzug sowieso, wie gesagt, chronisch).
Der Regionalzug von Bremen HBF zur Messe hatte 20 Minuten Verspätung (angeblich wegen eines Suizids), weshalb wir die oben erwähnte Straßenbahn-Bus-Kombi nahmen. Die zog sich aber aufgrund langer Wartezeiten (7 Minuten am HBF auf die Straßenbahn und 12 Minuten auf den Anschluss-Bus) länger als die theoretischen 20 Minuten hin, die man laut der Homepage des Verkehrsunternehmens brauchen sollte.
Auf dem Rückweg war daher klar, dass wir den Regionalzug nehmen würden, allerdings kam der nicht: Der, der eine halbe Stunde vor unserer Ankunft am Bahnhof hätte fahren sollen, fiel aus (später erfuhr ich auf Nachfrage, dass das Problem ein Triebwerkschaden gewesen sein soll), der darauf folgende sollte auch schon 20 Minuten später kommen.
Wir fuhren mit Straßenbahn zurück und verpassten den Regionalzug zurück nach Hause ziemlich kolossal und stellten dann auch noch fest, dass der einstündige Takt, in dem dieser normalerweise verkehrt, Sonntags ausgerechnet in der Stunde nach unserer Ankunft am HBF aussetzte, so dass wir dort fast 2 Stunden warten mussten.
Wir fuhren dann zu Venedig-6379 nach Hause, aber ich konnte nicht lange bleiben: Das Risiko, mit dem eigentlich geplanten Regionalzug nach Bremen meinen ICE nach Hamburg zu verpassen (normale Umsteigezeit wäre 9 Minuten gewesen) war mir zu groß, so dass ich eine Stunde eher fuhr, mit 15 Minuten Verspätung in Bremen eintraf und die eine Stunde Wartezeit mit Essen und Zeichnen totschlug.

10 Minuten vor der geplanten Abfahrt meines IC nach Hamburg fing es dann an: Auf dem gegenüberliegenden Gleis fiel ein Zug nach Kiel aufgrund eines Buschbrandes aus, dann hieß es, dasselbe gelte für den IC nach Hamburg. Anscheinend beeinträchtigte dieser Buschbrand die Strecken Bremen-Hannover und Bremen-Osnabrück, so dass der von sonstwoher kommende IC nach Hamburg um Bremen herumgeleitet wurde (und vermutlich sogar pünktlich in Hamburg ankam).
Ich dagegen musste mir einen Ersatz suchen und stand in der Schlange hinter Menschen, die ganz dringend nach Hamburg oder noch weiter mussten, während totales Chaos darüber herrschte, welche Züge nun fuhren und welche nicht. Die Anzeigetafel war schon fast überfüllt mit Zügen, die eigentlich schon hätten gefahren sein sollen und Verspätungen zwischen 5 und 50 Minuten aufwiesen.
Meine Umleitung ging über Hannover. Ich hatte die Wahl zwischen einem Regionalzug (der fast 2 Stunden gebraucht hätte) und einem ICE, der der Ersatzzug für einen entfallenen Zug nach Hannover war. Ich entschied mich für den ICE und traf dort mehrere andere Leute, die auch nach Berlin wollten.

Der Ersatzzug kam fast eine halbe Stunde später, als eigentlich angesagt, direkt aus Hannover und sollte dann nach dort zurück, zuerst musste aber die Lok gewechselt werden, weshalb wir noch mal bestimmt 10 Minuten verloren, bevor es ohne Zwischenhalt nach Hannover losging.
Die Anschlusszüge nach München und Wien, die scheinbar sowieso schon Verspätung hatten, wurden erreicht (letzterer fuhr fast anderthalb Stunden später als geplant), nicht so der ICE nach Berlin, den ich bei pünktlicher Abfahrt des Ersatzzuges bekommen hätte. So saß ich dann doch in dem Zug, den ich mit dem Regionalzug nach Hannover auch noch gekriegt hätte.
Der Zug nach Berlin ging sogar pünktlich (scheinbar der erste Zug an diesem Tag, auf den das zutraf), hatte am Ende aber doch noch eine Verspätung von 15 Minuten, weil wir aufgrund einer Signalstörung auf freier Strecke einmal anhalten mussten und nur schleppend wieder anfahren konnten.
Schlussendlich trudelte der Zug kurz nach dem Ende des regulären S-Bahn-Betriebs um 01:30 Uhr Nachts in Berlin Ostbahnhof ein. Wo ich mir bestätigen ließ, diesen Zug genommen zu haben (inklusive der Verspätung) und zum Glück einen Taxigutschein erhielt, was mir das Nachtbusfahren ersparte und es mir ermöglichte, um 2:00 Uhr Nachts endlich zu Hause zu sein.
Eigentlich hätte ich gegen 0:00 Uhr am Ostbahnhof sein sollen, dann wären auch noch S-Bahnen gefahren...

Um hier noch eine Idee eines Mitreisenden aufzugreifen: Die Menschen von der Deutschen Bahn haben offenbar einen Würfel, den sie rollen, wenn ein Zug zu spät kommt. Mögliche Gründe sind "Buschbrand", "Unregelmäßigkeiten im Betriebsablauf", "Signalstörung", "Hohe Zugauslastung", "Suizid" und "Triebwerkschaden". Hauptsache, man hat einen Grund, den man den Kunden nennen kann. Ich habe an diesem Wochenende alles erlebt.

Fazit: Dank dieser Wirrungen habe ich am nächsten Morgen meinen Wecker nicht gehört und ein Tutorium verpasst, aber immerhin bin ich wieder zu Hause, wir haben all unsere Hausaufgaben noch geschafft und jetzt kann ich endlich wieder Nachts im Internet surfen. Jetzt gehe ich aber trotzdem lieber mal ins Bett.

Danke an die Deutsche Bahn für ein aufregendes Wochenende!

Jitsch*