Ein ungewöhnliches Angebot von CheyennesDream (Inu no Taisho & Kagome) ================================================================================ Kapitel 3: Das erste Treffen ---------------------------- Kapitel 3 - Das erste Treffen Nervös betrachtete sich Kagome noch einmal im Spiegel. Doch es gab nichts auszusetzen. Das Royalblaue Kleid, welches ihr Yuri gebracht hatte, passte ihr perfekt. Ihre hochgesteckten Haare, die mit kleinen Perlen verziehrt waren, rundeten die Eleganz ab. Sie sah umwerfend aus und ihre Tochter murmelte im Hintergrund: "Mami du wirkst wie eine echte Prinzessin." "So fühle ich mich auch", gestand sie ihrem Kind. Dann gab sie der Kleinen einen Kuss, umarmte Yuri und verabschiedete sich, denn genau in diesem Moment klingelte es. Sehr zu ihrer Überraschung stand Shiro Taira vor der Tür und begrüßte sie mit einer Verbeugung. "Mein Arbeitgeber würde gern deine Antwort kennen." "Ich war sehr überrascht, da ich ihm noch nie begegnet bin", antwortete Kagome: "Am Anfang hatte ich meine Zweifel. Doch meine Freundin kann sehr überzeugend sein." Bei diesen Worten warf Shiro einen Blick zu der anderen anwesenden Frau, welche sich im Hintergrund still verhielt, und nickte ihr zu, wobei er etwas schmunzelte. "Es freut mich das du diese Einladung angenommen hast. Ich versichere dir, dieses Essen wird ganz seriös ablaufen. Akimoto-sama ist ein Wesen von Ehre." Die Witwe seuftzte unhörbar und deutlich spürte der Barkeeper ihre Erleichterung in ihren nächsten Worten. "Deinem Urteil vertraue ich." "Wenn du erlaubst, werde ich dich heute fahren?", bat der Dämon, mit den blonden Haaren sie daraufhin und machte eine Geste zum Flur. "Habe einen schönen Abend!", wünschte Yuri ihrer Freundin, strich sich eine Strähne ihres langen Haares zurück und spürte plötzlich, wie Shiro sie anschaute. Dieser Blick verursachte bei ihr Gänsehaut, auf eine angenehme Art und Weise. Dann kribbelte es merkwürdig in ihrem Bauch, sobald sie seine nächste Handlung mitbekam, denn während Kagome an ihm vorbeiging und er ihr folgte, legte er eine Karte auf den kleinen Schrank neben der Tür, bevor er selbst draußen im Gang stand und den Eingang zuzog. Yuri sprang auf, holte sich den Gegenstand und murmelte seinen Namen: "Shiro Taira", und die Telefonnummer. Mit dem festen Willen ihn anzurufen, speicherte sie diese. Vorher jedoch musste Kagome ihm Details über den Hundedämon berichten. Da sie sehr vertraut miteinander gesprochen hatten, kannte sie ihn vermutlich näher. Offenbar war Shiro wirklich an Yuri interessiert, denn ohne das sie es ahnte, wollte der Barkeeper ebenso Informationen. Die Witwe gab sie ihm bereitwillig, denn so konnte sie sich selbst ablenken. Immerhin war sie nervös, da sie hinein in ein ungewisses Abendteuer fuhr, wie sie fand. Im Hotel angekommen, parkte Shiro den Wagen, kam nach hinten, reichte ihr die Hand, half bei aussteigen und führte sie dann in die Bar, direkt bis zu einer Nische. Hier erhob sich ein Wesen und sah ihr entgegen. Der vermeintliche Barkeeper blieb bei ihm stehen, verbeugte sich und stellte sie beide vor: "Mein Herr Taro Akimoto", dann drehte er sich ein wenig und fuhr vor: "Euer Gast Kagome Higurashi Kitamura." Danach ging er einfach. Die Witwe mussterte ihren Gastgeber, den sie unschwer als Dämon erkannte. Die silberweißen Haare, die Ohren und die gezackten Markierungen an seinen Wangenknochen deuteten darauf hin. Doch was sie am meisten faszinierte war seine majestätische Austrahlung. Er wirkte aristokratisch, wie jemand der es gewohnt war zu herrschen. "Bitte nimm Platz!", bat Taro die junge Frau. "Unser Tisch ist sicherlich bald bereit." Während sie sich setzte, wollte Kagome wissen: "Taira-sama ist nicht nur ein einfacher Barkeeper." Mit einem Blick zu der Bar hinüber, wo Shiro inzwischen einen Gast bediente, nickte der Hotelbesitzer. "Shiro ist ein treuer Untergebener. Er dient mir schon seit Jahrhunderten, als Vertrauter und Leibwächter. Nachdem ich das Hotel übernommen hatte, suchte er nach einer geeigneten Beschäftigung, um unauffällig in meiner Nähe bleiben zu können. Wo bekommt man mehr Informationen als an einer Bar." "Danke, weil ihr so offen seid", sagte die junge Frau und benutzte die entsprechende Anrede 'ihr', so wie sie von dem blonden Dämon instruiert wurde. "Ich werde dich niemals anlügen", versprach Taro und gestand weiterhin: "Vom ersten Augenblick an, seit du mein Hotel betreten hast, habe ich dich beobachtet und ich wollte deine Bekantschaft machen. Weil dich dein früherer Arbeitgeber so schäbig behandelt hat, fühle ich mich in der Pflicht, denn es war meine Gesellschaft auf der man dich gedemütigt hat." "Ihr wisst ...", begann sie, wurde jedoch unterbrochen. "Mein Leibwächter berichtete mir die Details." Die Witwe seuftzte und wusste nicht was sie sagen sollte. Doch es war gar nicht nötig. Der Hotelbesitzer erhob sich, reichte ihr seine Hand, denn er bekam einen stillen Wink vom Restaurant. "Man erwartet uns", erklärte er und führte Kagome zur Glastür hinüber. Sie betrachtete kurz die spitzen Nägel an der Klauenhand und hatte eine Art Déjà-vu. Wie gern würde sie jetzt neben ihm stehen und den Abend genießen, doch das war ihr verwehrt. Daher griff sie zu und während der Dämon sie leitete, spürte sie den Hauch von Geborgenheit in seiner Nähe. Einen Augenblick irritierte es Kagome. Sie schob es der Ähnlichkeit zu ihrem verstorbenen Gefährten zu und nicht ihren neu erwachten Gefühlen, da sie durch die kurze Bekanntschaft mit dem Hotelbesitzer an so etwas nicht dachte. Dann blickte sie erstaunt in den Raum. Es fehlten Gäste und nur ein Tisch für zwei Personen war gedeckt. Doch das Ambiente, unzählige brennende Kerzen, leise romantische Musik und ein zarter Duft nach Blumen, da Blütenblätter den Weg zum Tisch säumten, verschlug ihr die Sprache. Sie fand es himmlich und in jungen Jahren hatte sie manchmal davon geträumt. Ihr Gastgeber hatte dazu wohl eine andere Meinung, wie sie gleich hörte. "Offenbar haben meine Mitarbeiter etwas übertrieben", wollte sich Taro entschuldigen, doch die junge Frau schüttelte mit ihren Kopf. "Es ist ungewöhnlich, doch es gefällt mir sehr. Bitte seid ihnen nicht böse!" Laut genug. damit Shiro es drüben an der Bar hörte und sich in dessen schlechtem Gewissen sonnend, bemerkte Taro: "Dann kommen sie noch einmal davon. Allerdings liebe ich solche Überraschungen nicht." Sie nahmen am Tisch platz und ein Kellner schenkte Wein ein. Kurz darauf wurde das Essen serviert. Während sie speisten unterhielten sie sich ein wenig und so erfuhr Kagome, das ihr Gastgeber erst seit drei Jahren in Tokio weilte und die Stadt kaum kannte. Er lebte früher im Westen des Landes und besaß dort, bis zum zweiten Weltkrieg, eine Residenz. Nachdem sie zerstört wurde, reiste er viel, lernte andere Länder kennen und bildete sich weiter. Obwohl er viel Kontakt zu Menschen und Dämonen hatte, lebte er allein. Er berichtete, seit dem Abbleben seiner Gemalin vor mehr als hundert Jahren, den Kontakt zum weiblichen Geschlecht gescheut zu haben. Taro gab es nicht zu, doch Kagome glaubte, er trauerte so lange um die Dämonin. Das er auf der Suche nach einem bestimmten Wesen war, darauf kam die Witwe überhaupt nicht. Nach dem Essen gingen sie noch in dem kleinen Park, der zum Hotel gehörte, spazieren. In der Nähe eines Springbrunnens, der manchmal bei Licheinfall, in einem bestimmten Sichtwinkel, regenbogenfarben leuchtete, blieben sie stehen. Gemeinsam schauten sie sich das Schauspiel an und Taro hatte eine Eingebung, da er mit einigen menschlichen Sitten vertraut war. Er entfernte sich, ging zur Terrasse und holte dort von einem Tisch aus einer Vase eine Blüte. Nur wenig später stand er vor der Witwe, überreichte seiner Begleitung diese Knopse. Kagome umschloss mit beiden Händen die Klaue des Dämons, roch an der orangefarbenen Rose und nahm sie ihm ab. Diese Geste berührte sie in ihrem Inneren und sie fühlte sich merkwürdig. Dann machte sie den Fehler, schaute Taro in die Augen. Für einen kurzen Moment waren sie sich besonders Nahe und da wagte es der Dämon. Er umarmte die junge Frau, zog ihren unglaublichen lieblichen Duft ein und küsste sie. Es war weder stürmisch noch leidenschaftlich, sondern sehr sanft, beinahe schüchtern. Schnell trennten sie sich wieder und Taro entschuldigte sich: "Das war unangebracht." Kagomes Gefühlswelt kam völlig durcheinander. Sie hatte den Kuss genoßen und sich bei dem Gedanken ertappt mehr zu wollen, obwohl sie ihm gerade erst begegnet war. Wenn sie nur das Nachdenken darüber sein gelassen hätte, sich ihr schlechtes Gewissen nicht gerührt hätte. Dummerweise machte sie den Fehler, zog Vergleiche zu Ihm. Sie ging einen Schritt zurück, blickte ihren Gastgeber an, sah seine silberweißen Haare und die goldenen Augen. Deshalb schrieb sie nun einfach ihre Gefühle ihrer Einsamkeit zu und der Sehnsucht nach ihrem verstorbenen Gemahl. Sie musste weg um sich wieder selbst zufinden. und um Klarheit zu erlangen. Indem sie die kleine Stimme ihres Herzens ingnorierte, die ihr etwas anderes zu flüsterte, bat sie: "Kann mich Shiro nach Hause fahren." "Selbstverständlich", versprach Taro und wandte sich zum Eingang, um seinen Leibwächter zu beauftragen. Doch dann blieb er stehen und stellte eine Frage: "Erschreckt dich mein Aussehen. Fürchtest du dich davor in den Armen eines Dämons zu liegen." "Es ist euer Anblick aber nicht das Dämonische. Ihr seht nur meinem verstorbenen Gemahl ähnlich. Inuyasha war ein Hanyou und daher fürchte ich mich nicht vor euch. Im Gegenteil", erklärte die junge Witwe ehrlich und gab unbewusst etwas über ihre aufkeimenden Empfindungen preis. "Kann ich auf ein Wiedersehen hoffen?", fragte Taro und wurde nicht enttäuscht. Kagome zögerte eine Weile, horchte in sich hinein und versprach ihm, am Wochenende ein weiteres Date zu gewähren. Sie wollte Genaueres wissen, ob sich da etwas anbahnen konnte. Gleich darauf verabschiedeten sie sich mit einer formellen Verbeugung und beiden kam es vor, als ob eine unsichtbare Distanz plötzlich zwischen ihnen war. Nachdenklich blieb der Dämon an der Eingangstür seines Hotel stehen und blickte dem Wagen nach. "Inuyasha", wiederholte der Hotelbesitzer leise und erinnerte sich, wie die junge Frau ihm vorgestellt wurde. 'Kitamura'. Vor vielen Jahrzehnten kannte er eine Frau, die zum Kitamura Clan gehörte. Er stand ihr sehr nahe und der Gedanke, sie hatte ihm ein Kind geschenkt, war gar nicht so abwegig. Der Name war zwischen ihnen damals im Gespräch. Was ihn irritierte, wenn sie einen Sohn gehabt hätten, weshalb sollte sie sich dann vor ihm verborgen haben. Dahinter steckte sicherlich eine interessante Gesichte. Unbedingt musste Kagome ihm mehr erzählen und er hoffte das konnte sie. Wenn ihr Gemahl allerdings über seine Herkuft verschwiegen war, er mochte gar nicht daran denken. Kapitel 4 - Inuyasha Taro forscht nach Hosted by Animexx e.V. (http://www.animexx.de)