Ungawarui Yoko von Dudisliebling (In den Klauen des Retters) ================================================================================ Kapitel 11: Biss ---------------- Biss „Du bist immer so aufbrausend Inuyasha. Pass auf das dir diese Leidenschaft nicht noch zum Verhängnis wird“, drohte der ältere der Brüder und schritt dann an uns vorbei. „Hey wo willst du hin?“, knurrte mein Gatte und sah ihm hinterher. „Ich muss eine Einladung aushändigen“, brummte Sesshomaru und schien selbst keine Lust darauf zu haben. „Du hast hier nichts zu suchen“, brummte Inuyasha und lief Sesshomaru hinterher. Ich blieb wie angewurzelt stehen und rang langsam nach Luft. Allein sein auftauchen brachte mein Herz zum rasen. Meine Beine wurden weich und ich sackte zusammen. Keiner bemerkte es und ich sah den beiden Männern hinterher. „Wem willst du denn einladen und zu was?“, knurrte Inuyasha weiter und schaffte es so den älteren zum Stehen zu bringen. Er sah zuerst in die Augen seines Bruders, bevor sein Blick zu mir schnellte und meine blauen Augen fixierte. „Rin wird heiraten und sie will die alte Miko dabeihaben, ebenso auch euren kleinen Trupp“, antwortete Sesshomaru und ich hielt die Luft an. Da ich nur einige Meter entfernt war hörte ich jedes Wort. Oder vielleicht sagte er es auch nur so laut das ich es mitbekommen würde. Rin würde heiraten? Aber Wen? “Keh!”, schnaubte Inuyasha und lief seinem Bruder weiter nach, welcher sich abgewendet hatte und zum Haus von Kaede ging. Dort ging er ohne zu Klopfen hinein und so verschwand meine Sicht auf das, was er tun würde. Konnte es wirklich stimmen das Rin heiraten würde? Er hat mich so oft belogen, das ich mir nicht sicher war, ob er nur eine Lüge bereithielt um sein auftauchen zu erklären. Aber warum würde er hier einfach auftauchen ohne einen Grund zu haben? Ich rappelte mich langsam auf und erkannte Miroku der neben mir zum stehen kam. “Alles in Ordnung Kagome-sama?”, fragte er nett und ich nickte. “Ja. Sesshomaru ist nur hier”, verkündete ich und der Mönch nickte wissend. “Ich habe ihn bereits gespürt, deswegen bin ich gleich hierher geeilt. Was will er?” “Er bringt eine Einladung zu Rins Vermählung”, erklärte ich und beobachtete dann wieder die Hüttentür, in die die beiden Brüder verschwunden waren. “Vermählung? Er wird sie doch nicht mit einem Yokai vermählen oder?”, fragte sich Miroku gleich und sah ebenfalls in meine Blickrichtung. “Ich habe keine Ahnung”, gestand ich und bemerkte wie sich der Bastvorhang bewegte. Sesshomaru trat hinaus und kam in unsere Richtung. Miroku stellte sich sogleich neben mir auf und der griff um seinen Mönchsstab wurde fester. Er wusste, das er damit gar nichts ausrichten könnte, würde Sesshomaru uns angreifen, aber er würde mich schützen. Er war ein wahrer und Loyaler Freund. Auf unserer Höhe angekommen warf Sesshomaru mir einen direkten Blick zu und erschütterte so meinen Körper. Ich japste kurz auf und Miroku sah fragend zu mir. “Alles in Ordnung Kagome-sama?”, fragte er besorgt und ich blinzelte einige Male. Was hatte es mit diesem Gefühl nur auf sich? Und da machte es Klick. Die Markierung musste daran schuld sein. Auch wenn sie zu verblassen schien, so hatte er mich an sich gebunden und konnte mich in diese Lage bringen. Mein Herz begann an Fahrt aufzunehmen und ich wendete den Blick zur Hütte. Nur wenige Meter von mir und Miroku entfernt stand Inuyasha und musterte mich genau. Er musste meinen Herzschlag bemerkt haben, ebenso meinen verwirrten Blick. Mit verzogenen Lippen wendete er den Blick ab und lief in den Wald. Sesshomaru hatte sich derweil aus dem Staub gemacht. Dachte ich zumindest. Denn nachdem ich bei Kaede war, die mit der Einladung bestätigte das Sesshomaru die Wahrheit sprach, war ich an den Fluss gegangen um Wasser zu holen. Ganz in meinen Gedanken versunken bemerkte ich nichts von meinem überraschenden Besucher. “Die Liebe scheint wohl nicht in allen Bereichen zu helfen, wie Miko?”, schwang seine belustigte Stimme zu mir und ich erschrak kurz. Der Eimer, den ich in den Händen hielt, war mir nur kurz aus der Hand gerutscht, bevor ich ihn im Wasser auffangen konnte. “Was willst du hier? Hast du nicht schon genug angerichtet?”, fragte ich forsch und zog den Eimer heraus, stellte ihn neben mir ab und stand auf. In diesem Augenblick spürte ich wie nah er mir bereits war und sah über die Schulter hinweg zu ihm. Er musterte mich kurz und schmunzelte dann, eine winzige Bewegung, die kaum auffiel. “Er hat es also versucht zu überdecken”, bemerkte er arrogant und ich sah fragend zu ihm. “Wovon redest du?”, wollte ich wissen und ergriff die Kordel des Eimers um ihn zu tragen. Ich hatte gute Lust den großen Lord einfach stehen zu lassen und nie mehr mit ihm zu reden, aber meine Neugierde auf das, was er mit mir getan hatte, lies mich verharren. “Der Hanyou scheint versucht zu haben dich zu Markieren. Unmöglich für seine Rasse und unmöglich, weil es bereits passiert ist”, antwortete der Dayokai und ich lies vor Schreck den Eimer fallen. “Was hast du da nur getan!?”, schrie ich ihn an und die Wut ließ mich unbedachtes tun. Ich überbrückte die wenigen Meter und wollte ihm eine Backpfeife verpassen. Wie dumm von mir zu denken, dass dieser Versuch klappen würde. Er fing meine Hand ab bevor es wirklich gefährlich werden konnte. Nur sein Pony bewegte sich durch den leichten Windstoß. Seine Augen fixierten mich kühl und der griff seiner Hand wurde so fest, das ich anfing zu wimmern. “Du scheinst deine Kraft zu überschätzen”, drohte er, ließ aber immer noch nicht von mir ab. “Du bist ein Scheusal Sesshomaru!”, beleidigte ich ihn und brachte ihn damit nur zum Grinsen. “Es sah mir nicht danach aus, das du das dachtest, während ich dich beschlief”, sagte er widerwärtig und ich wollte es nicht hören. Die Bilder, wie er mich mit seinen Augen angesehen hatte, als er mir sein Geschlecht immer wieder hineinstieß, krochen in mein Hirn und überfluteten mich förmlich. “Nein”, bat ich und hielt meine freie Hand an die Stirn. Ich wollte das alles vergessen, es ungeschehen machen. Aber es würde nie mehr fort gehen. Sein Griff lockerte sich, während sein Körper dem meinen näher kam. Seine Finger fanden mein Kinn und zogen sanft daran, damit ich den Blick hob. Wie armselig musste ich in diesem Moment ausgesehen haben. “Wir haben eine Abmachung und ich bin gewillt diesen weiterhin in Anspruch zu nehmen”, verkündete er und schockte mich erneut. “Was? Du bist verrückt!”, schimpfte ich und presste meine Hand gegen seine Rüstung. “Verrückt nicht”, begann er und beugte sich zu mir hinab. Erschrocken wollte ich zurückweichen, aber er hielt mich nah bei sich. Warum kam Inuyasha nicht um mich zu retten? Er müsste das doch schon längst gerochen haben. “Aber du gehörst noch immer mir kleine Miko. Vergiss das nicht”, beendete er seinen Satz und presste seine Lippen auf meine. Das Pochen in meiner Seele wurde so stark das ich nichts anderen tun konnte als zu erstarren. Die Bewegungen seiner Lippen wurden fordernder und wie von selbst bewegten sich meine synchron dazu. Was tat mein Körper da nur, das ich mich wieder zu seiner Hure machen ließ. Damit würde doch alles nur noch schlimmer werden. Seine Zunge drang in meinen Mund ein und erforschte ihn, fand meine Zunge und gemeinsam vollführten sie einen ruhigen Tanz. Nach einigen Sekunden, die sich wie Stunden anfühlten, löste er sich von mir und wischte sich mit dem Daumen über seine Lippen. Meine Beine gaben nach und ich sackte zu Boden. Geschwollen fühlten sich meine Lippen an und pochten von seiner Berührung unaufhörlich. “Warum tust du mir das nur an?”, flüsterte ich und starrte auf den Boden. Die Tränen brannten in meinen Augen und ich konnte sie einfach nicht mehr halten. Sollte er doch sehen was er abermals aus mir gemacht hatte. Er schien auf mich hinabzusehen und ging dann in die Hocke um meinen Blick auf sich zu richten. Durch den Schleier der Tränen sah ich ihn an und erkannte wieder nur das kühle und zerstörerische Gold in seinen Augen. “Ich will dich zerstören kleine Miko”, gab er zu und ich schluchzte auf. Was hatte ich diesem Bastard nur getan das er mir dies hier antat? Warum wollte er mein Leben zerstören? Wieso mich und Inuyasha voneinander trennen? Weinend schlug ich meine Hände vor die Augen und schluchzte lange, bevor ich mich fangen konnte. Es wurde bereits dunkel und ich musste zurück ins Dorf. Zudem musste ich Inuyasha finden und ihm alles erklären. Wenn er es nicht schon selbst wusste. Sesshomaru verweilte einfach vor mir und schien meinen Emotionalen Ausbruch zu genießen. Er sagte nichts, aber ich fühlte seinen Blick auf mir. Wut wich der Trauer und ich wollte ihn angreifen, egal was dann passieren würde. Ich würde mich nicht weiter benutzen lassen. Also versuchte ich Reki in meinen Händen zu sammeln und schlug diese dann in seine Richtung. Er war aber wieder schneller und sprang einfach einige Meter zurück. “Nichts gelernt?”, fragte er süffisant und mir Platzte der Kragen. “VERSCHWINDE DU HUND!”, krisch ich ihn an und wurde im nächsten Moment umgehauen. Schallend landete mein Kopf auf dem Boden und meine Sicht verschwamm für einige Momente. “Du wirst mich nie mehr los werden”, drohte er düster und riss mich auf die Seite. Zuerst dachte ich das er sich wieder an meinem Körper bedienen würde, aber er hielt mich einfach fest am Boden. Ich hatte keine Chance mich noch zu bewegen. Sein Körper und eine seiner Hände reichten aus um mich zu fixieren. Mit der freien Hand strich er mir meine Haare vom Hals und legte diesen Frei. Mir schossen die unzähligen kleine Bisse von ihm und Inuyasha durch den Kopf, mit dem der eine mich an sich band und der andere versucht hatte dieses Band zu lösen. Er würde mich Beißen und das Band wieder stärken, welches ich gerade halbwegs los geworden war. Erschrocken japste ich auf als mir dies bewusst wurde. “Nein! Sesshomaru bitte nicht”, schrie ich und versuchte mich zu befreien. Doch keine Chance. Er war einfach stärker wie ich und so versuchte ich durch Kopfschütteln zu verhindern das er an meinen Hals gelangen könnte. Aber da der Lord nicht dumm war, legte er einen Teil seines Körpers auf meinen ab. Mit der Rüstung zusammen, war er so unglaublich schwer das ich keine Bewegung mehr ausführen konnte. Mit der nun freien Hand, welche er nicht zum aufstützen brauchte, presste er mich am Kopf auf den Boden. Nun war ich vollkommen bewegungsunfähig und sah ihn einfach nur noch bittend an. “Bitte nicht”, flehte ich. “Dein Betteln macht es nur noch besser”, entgegnete er, gab zu das ihm die Gegenwehr gefiel und beugte sich dann blitzschnell hinab. Nur kurz spürte ich das Eindringen seiner Zähne in meinen Hals und wurde dann von einem Heißen und betäubenden Gefühl erfasst. Mein Atem ging schneller, ebenso hörte ich meinen Herzschlag, welcher immer schneller wurde. Es dauerte nur wenige Sekunden, bis er von mir abließ und sich das Blut von den Lippen wischte. Mein Körper dagegen reagierte heftig. Das Pochen meines Herzes schallte durch meinen Körper und die Hitze breitete sich darin aus. Wenn ich glück haben würde, dann würde mich diese Tat in den Himmel befördern. Vielleicht hatte er mir auch einfach sein Gift übertragen und ich würde qualvoll daran zu Grunde gehen. Aber würde er dann hier auf mir sitzen und mir dabei zusehen wie ich das tat? Ja sicherlich würde er das und so schloss ich die Augen und fiel in die Dunkelheit. Hosted by Animexx e.V. (http://www.animexx.de)