Digimon Alpha Generation von Alaiya (Sieben Jahre nach Tamers) ================================================================================ Episode 13: Nur ein Spiel... ---------------------------- Muhahaha~ Das nächste Kapitel! Das erste Final beginn! Buja~ Was soll ich groß sagen? Das Kapitel ist gewidmet ^.~ Der hatte vor... Äh... Etwas mehr als einer Woche Geburtstag ^-^ Well~ Viel Spaß! ★☆★☆★☆★☆★☆★☆★☆★☆★☆★☆★ Episode 13: Nur ein Spiel… Kayakos Blick streifte über die Felsen, die Toshi, die beiden Digimon und sie umgaben. Scheinbar waren sie in einer Höhle gelandet, auch wenn die Decke nicht zu sehen war, da sich alles über ihnen in einer undurchdringlichen Dunkelheit verlor. Wo waren sie hier nur gelandet? Sie waren in den Abgrund hinab geflogen, später gestürzt, es war dunkel geworden und als Kayako später zu sich kam, war sie hier gelandet, wahrscheinlich in einem anderen Gebiet als zuvor. War am Grund des Lochs, in dem die Koemon lebten, ein Portal in einen anderen Teil der Digiwelt gewesen? „Kayako“, erklang nun Toshis Stimme hinter ihr. „Komm!“ Mit den Schultern zuckend wandte sie sich ihm und den beiden Digimon zu. Der Höhlensaal, in dem sie waren, war groß – vielleicht gab es einen Ausgang, konnten sie doch nicht einmal die ganzen Wände sehen, da riesige Felsbrocken am Boden den Blick versperrten. Was Kayako allerdings Sorgen machte, war das mulmige Gefühl in ihrem Bauch, dass sich dort breit gemacht hatte, seit sie hier waren. Der Raum hatte eine merkwürdige Atmosphäre, was wohl nicht zuletzt durch das rötliche, schimmernde Licht kam, das scheinbar von jedem Stein ausging. Trotzdem folgte sie dem Jungen, beeilte sich aber, zu ihm aufzuschließen und schob vorsichtig ihre Hand in die seine, während Chiupumon wieder auf ihrer Schulter Platz nahm. Das erste Kartenturnier, an dem Denrei teilnahm, seit Dracomon aufgetaucht war, begann erst einmal mit einer Menge Hektik, nachdem sie – Shuichon, Lopmon und Dracomon begleiteten ihn, da auch im Einkaufszentrum wieder eine Menge Cosplayer unterwegs sein würden – den ersten Zug verpasst hatten. Trotzdem schafften sie es noch irgendwie rechtzeitig am Takashima-Einkaufszentrum zu sein. Von einem Bein auf das andere hüpfend stand Denrei nun vor dem Aufzug, der einfach nicht kommen wollte. „Du scheinst aufgeregt zu sein“, stellte Shuichon fest. „Ich habe auch ewig nicht mehr auf einem Turnier gespielt“, erwiderte er. Dracomon schaute ihn an. „Und was heißt‚ auf einem Turnier spielen’?“, fragte es genau in dem Moment, als der Aufzug ankam und sich die Tür mit einem „Ping“ öffnete. Zu ihnen quetschten sich noch eine ältere Dame und noch ein Junge, vielleicht in Shuichons Alter, dann hieß es wieder warten, da die Veranstaltung im dreizehnten Stock des Gebäudes stattfand, und als sie diesen endlich erreicht hatten, hastete Denrei aus dem Aufzug hinauf und direkt in einen anderen Jungen. „Oh“, murmelte Denrei und rieb sich den Kopf, ehe er sein Gegenüber musterte. „Entschuldige bitte.“ „Nichts passiert“, erwiderte der andere und lächelte ihn an, ehe sich sein Blick auf Dracomon wanderte und sich ein Grinsen auf seinem Gesicht ausbreite. „Komm“, meinte Denrei, dem das unheimlich war, und lief weiter in die Richtung, wo auf einer im Moment leerstehenden Geschäftsfläche, das Turnier stattfinden würde. Es war nicht schwer zu finden, da außer ihnen noch andere Jugendliche in Cosplay und mit Kartentaschen an den Gürteln in die Richtung drängten. Das Drachendigimon stupste ihn an. „Denrei?“ „Warte etwas, okay?“, erwiderte er und sah sich nach dem Anmeldeschalter um. „Aber Denrei“, nörgelte Dracomon, doch da rannte der Junge auch schon in die Richtung, sodass dem Digimon, dem die große Menge an Menschen, die es umgaben, unheimlich war, nichts anderes übrig blieb, als ihm zu folgen. Wenig später war das Anmeldeformular ausgefüllt und abgegeben, sodass die Hektik verschwunden war und Denrei nun wartete, dass die Aufteilung der Gruppen für das Turnier bekanntgegeben wurde. „Hey“, hörte er auf einmal eine Stimme hinter sich und drehte sich um, in der Erwartung einen seiner Spielkumpanen zu sehen. „Oh“, entfuhr es ihm, als stattdessen Shoji hinter ihm stand. „Hey“, murmelte er dann verdattert. „Du spielst auch mit?“ Der Schwarzhaarige schüttelte den Kopf. „Nein“, antwortete er. „Ich wollte eigentlich nur zusehen und mir die anderen Sachen ansehen.“ Damit meinte er wohl die Videospiele und Promokarten, die auf dem Turnier vorgestellt wurden und nicht wenige der nicht kartenspielenden Fans hergelockt hatten. „Hehe…“ Denrei grinste verlegen und entdeckte Gazimon neben dem anderen Jungen. „Manchmal finde ich es schon komisch, dass wir nicht auffallen. Nach der Sache vor sieben Jahren…“ „Menschen verdrängen schnell“, erwiderte Shoji. „Du scheinbar ja auch.“ „Hmm.“ Mehr konnte Denrei nicht antworten. Er wusste ja selbst nicht, warum er die Dinge vergessen hatte. Da fiel ihm jedoch etwas auf. „Wo ist eigentlich Shuichon?“ Dracomon gab einen Laut von sich, den man als Seufzen interpretieren konnte. „Sie ist bei dem Jungen geblieben.“ „Welchem Jungen?“ Sein Tamer hatte den Zusammenstoß von kurz zuvor schon fast vergessen. „Dem Jungen, der nach Digimon roch“, antwortete der kleine Drache und erntete dafür drei verdutzte und verwirrte Blicke. Dracomons Bemerkung, die es hatte auch nicht weiter ausführen wollen, verdrängte Denrei schnell, als das Turnier nun endlich begann. Gleich in der ersten Vorrunde spielte er gegen Shun, einen Jungen, der eigentlich auch zu seinen Onlinefreunden gehörte, im Moment allerdings schmollte, weil Denrei auf keine Duelleinladung, die er ihm geschickt hatte, reagiert hatte. Eine Tatsache, die der Junge kaum leugnen konnte und ohne Erwähnung der Digimon auch schwer erklären konnte, weshalb er versuchte, sich über seinen Vater herauszureden. Shun jedoch wollte spätestens nach Denreis Sieg auch davon nichts mehr hören und ließ den etwas verdatterten Sieger mit den Worten „Aber scheinbar hast du trotzdem trainieren können“ stehen. Die nächsten Spiele der Vorrunde waren weniger spektakulär. Denrei spielte gegen niemanden, den er kannte – zwei seiner Gegner waren Anfänger – und kam tatsächlich, zur eigenen Überraschung durch die Vorrunde. „Du scheinst wirklich gut zu spielen“, meinte Shoji, der zwischen Dracomon und Gazimon an eine Wand gelehnt stand und sich von dem Trubel um ihn herum möglichst distanziert hielt. Der andere Junge, der die Fliegerbrille nun um den Hals trug, kratzte sich verlegen am Hinterkopf. „Naja, es geht.“ Er grinste. „Reale Kämpfe scheinen ihren Teil zur Übung beizutragen.“ „Vielleicht…“ Shoji zuckte mit den Schultern. Auch in der Pause, bevor es mit den Finalrunden losging, sah Denrei nichts von Shuichon. War sie vielleicht gegangen? Immerhin dauerte das Turnier schon gute drei Stunden und die Luft wurde trotz der Belüftung und der Klimaanlage langsam stickig. Trotzdem wäre es zumindest nett gewesen, hätte sie zumindest Dracomon, das Lopmon sicher schnell gefunden hätte, Bescheid gesagt. Er hatte gerade seine Flasche Cola, die er sich zuvor am Automaten gekauft hatte, geleert, als die Namen der sechzehn Spieler, die sich für die Finalrunden qualifiziert hatten, ausgerufen wurden und er sich auf den Weg zu der kleinen Bühne am Ende des großen Saals machte, wo die Gegner für die nächsten Runden ausgelost werden würden. Allerdings war er die Treppe zur Bühne gerade einmal zur Hälfte hinauf gestiegen, als er wie angewurzelt stehen blieb. „Du?“, entfuhr es ihm, als er das Mädchen mit der aufgemalten Träne zwischen den Qualifizierten sah. Alle, einschließlich des ebenfalls cosplayenden Moderators, sahen ihn an, während das Mädchen nur grinste. „Was machst du hier?“ Denreis Arme zitterten, wusste er doch, wozu das Mädchen fähig war. „Was willst du?“ Mit ein paar eiligen Schritten hatte er sie erreicht, trat aber sofort zurück, als er sich an seinen gebrochenen Arm vom letzten Kampf gegen sie erinnerte. „Hast du überhaupt eine Ahnung, was für einen Schaden du angerichtet hast?“, war nun auch Shojis Stimme aus dem Publikum zu vernehmen, als er zusammen mit den beiden Digimon nach vorne rannte und auch schon Dracomons G-Shurunen auf die Bühne schossen. „Äh“, begann der völlig überforderte Moderator. „Kinder ihr…“ Doch da fegte ihn eine Handbewegung des Mädchens von der Bühne. Sie sah Denrei an. „Na, glaubst du immer noch, dass es nur ein Spiel ist, Den?“ Dabei sprach sie ihren Namen lang gezogen und gleichzeitig spöttisch aus. „Oder hast du mittlerweile gelernt, wie die Realität schmeckt?“ „Du…“, begann er, ehe er sich wieder fasste. „Was bist du?“ „Das habt ihr mich schon sehr oft gefragt“, meinte sie und begann zu lachen. „Ihr kleinen, dummen Menschenkinder.“ Unsicher sah Denrei auf seine zitternden Hände. „Du bist ein Digimon?!“, stellte er schließlich unsicher fest, woraufhin ihr Lachen anschwoll. Dann ging alles sehr schnell, ein heftiger Windstoß fegte ihn, wie den Moderator zuvor, von der Bühne, und auch den anderen Teilnehmern blühte das gleiche Schicksal, wenngleich einige von ihnen nicht so viel Glück hatten und hart gegen die Rückwand geschleudert wurden. Als Denrei sich wieder aufgerappelt hatte, war das Mädchen nicht mehr zu sehen. Stattdessen stand ein Digimon auf der Bühne. „Lilithmon“, murmelte er und fasste sich erneut unwillkürlich an den Hals. „Das ist richtig, mein Kleiner“, erwiderte sie. „Leider ziemlich spät.“ Sie hob ihren Arm und die Klaue über den Kopf. „Phantom Pain!“ Ein dunkler Nebel breitete sich über den zum größten Teil ohnehin schon auf dem Boden liegenden Teilnehmern und Zuschauern aus, als vom anderen Ende des Saals ein helles Licht durch die Dunkelheit drang. Dann erklang eine fremde Stimme und der Junge, in den Denrei zuvor gelaufen war, rannte hinein. „Takato!“, erklang eine quitschige Stimme, als ein rotes Dinodigimon ihm folgte. Dann wurden beide von dem Licht umhüllt, das vom Digivice des Jungen ausging. „Matrix Evolution!“ – „Guilmon – Shinka!“ – „Dukemon!“ Dort wo vorher noch der Junge und das Digimon waren, war jetzt nur noch ein Digimon, dass über die Menge der Kinder und Jugendlichen hinweg flog und Lilithmon mit dem Runden Schild, dass es bei sich trug, rammte. „Was…“, stieß das gegnerische Digimon aus, als Dukemon schon die nächste Attacke nutzte. „Duke Charge!“ Dieses Mal benutzte es seine Lanze und schleuderte Lilithmon damit gegen die Wand, die unter der Wucht einbrach und ein Loch nach draußen offen gab, durch das das Kriegerdigimon seinen Gegner hinaus beförderte. Doch während die beiden kämpfenden Digimon in der Luft schweben blieben, fielen zwei Jungen, die von Lilithmon zuvor zur Seite und somit zur Wand geworfen worden waren, ebenfalls aus dem Loch, hatten allerdings den Nachteil, dass sie nicht reagieren konnte, da sie ohnmächtig waren und im Gegensatz zu den Digimon auch nicht flogen. „Lopmon!“, hörte Denrei nun die Stimme von Shuichon, die hinter dem fremden Jungen in den Saal getreten war und schon die Karte durch ihr Digivice zog. „Super Evolution Plug-In S!“ Damit schwang sich Lopmon auch schon durch das Loch in der Wand und wurde, wie immer bei einer Digitation, von einer leuchtenden Kugel umgeben. „Lopmon – Shinka! Wendimon!“ und noch im Sturz fing es die beiden Menschen auf und kam, obwohl es aus fast fünfzig Metern gesprungen war, mit beiden Beinen auf dem Boden auf. Denrei, der sich mittlerweile wieder aufgerichtet hatte, starrte sie an. „Wo… Wo warst du?“ Dann sah er wieder aus dem Fenster, wo die beiden Digimon miteinander kämpften. „Wer… ist das? Was ist passiert?“ Das Mädchen kam durch die Menge an Jugendlichen, die teilweise ohnmächtig waren oder sich gerade aufrichteten, zu ihm gelaufen, sich bei einigen, die sie anrempelte entschuldigend. „Kein guter Zeitpunkt für Erklärungen, fürchte ich“, erwiderte sie und nickte in Richtung des Loches, durch das der Wind unangenehm in den Saal wehte. Doch das war es nicht, worauf sie aufmerksam machen wollte. „Was ist da los?“, fragte er und starrte hinaus. Es war, als würden Bäume, nein, riesige Säulen aus Licht aus der Stadt hinaus wachsen. Solche Säulen, die immer dann erschienen, wenn ein wildes Digimon auftauchte, aber bei so vielen konnte das doch nicht der Fall sein – oder? „Das sieht ganz und gar nicht gut aus“, murmelte Shoji, der mit Gazimon und Dracomon zusammen zu ihnen kam. „Was geht da vor?“, murmelte auch Reika, die auf dem Sitz des Chiefoperators saß und die Hollobrille abgenommen hatte, um fassungslos auf die Bildschirmhalbkugel zu starren, die sich über ihr und Megumi erstreckte und fast komplett mit blinkenden gelben und roten Symbolen übersät war. Ihre Freundin schüttelte den Kopf. „So viele Tore können sich doch nicht auf einmal öffnen.“ „Wenn dort überall Digimon herauskommen…“, begann Reika und starrte weiter auf das Blinken, dass von einem auf- und abschwellenden Warngeräusch unterstützt wurde. „Das ist eine Invasion“, murmelte Yamaki, der ebenfalls schockiert und fast erstarrt unter dem Bildschirm stand. „Das ist eine Invasion.“ Dabei bemerkte er nicht einmal, dass er schon wieder dabei war, seinen Zippo aufzumachen und zuschnellen zu lassen. Da sah Megumi zu Ryou, der sich gerade in Richtung der Tür lief. „Hey, Ryou, wo willst du hin?“ „Nach draußen“, antwortete er. „Wir müssen etwas tun.“ Damit waren er und Monodramon auch schon durch die Tür verschwunden, die sich hinter ihnen auch schon wieder schloss. Derweil schwebten Lilithmon und Dukemon zwischen den Glasfassaden der Häuser und sahen sich wachsam an. Sie beide waren Digimon auf dem Ultimatelevel, das eine wild, das andere mit seinem Tamer vereint. Doch auch Takato war sich nicht sicher, wie stark sein Gegner wirklich war. Zwar war Lilithmon im Spiel keines der stärksten Digimon, doch er hatte fast sieben Jahre Zeit gehabt, um festzustellen, dass es Unterschiede zwischen der Realität und der Fantasiewelt des Spiels gab. Außerdem waren er und Guilmon gerade erst aus der Digiwelt zurückgekehrt und erschöpft, was ihn daran zweifeln ließ, dass sie das Level besonders lange halten konnten. Doch er vertraute darauf, dass seine Freunde rechtzeitig da waren, um ihn beizustehen. Und er vertraute ebenso darauf, dass sich die anderen um diese Invasion kümmerten. „Wir müssen angreifen“, befahl er im Inneren Dukemons, worauf das Digimon das Schild vor seine Körpermitte brachte und die Musterung Aegis zu leuchten begann. „Final Elysium!“ Der Schwall reinen Lichts ließ Lilithmon in die Höhe fliehen, war sie als Digimon der Dunkelheit doch sehr empfindlich gegen das heilige Licht, dass von dieser Attacke ausging. „Du hast keine Ahnung, was hier vor sich geht, Kleiner“, meinte sie und hob ihre gepanzerte Klaue. „Nazar Nail!“ Die Attacke erreichte das Kriegerdigimon nicht einmal, als dieses sie mit seiner Lanze Gram abwehrte. „Ich habe Dinge gehört“, erwiderte es, ehe es seine Gegnerin zurückwarf. „Es sind zu viele Tore auf einmal geöffnet worden.“ „Die Menschen werden mit ihrer Welt untergehen“, erwiderte Lilithmon und fixierte Dukemon mit den Augen. „Darkness Love!“ Damit bildete sich eine Kugel aus Dunkelheit – anders konnte man es nicht beschreiben – um das Digimon herum und breitete sich plötzlich wie eine Explosion aus, wodurch Dukemon in die Wand eines der nebenstehenden Häuser geworfen wurde. „Das sieht nicht gut aus“, murmelte Shoji, der mittlerweile mit Denrei und Shuichon zusammen auf der Straße stand und zu den Digimon hinauf starrte, während ihre Partner – Antiramon, Coredramon und Sangloupmon – damit beschäftigt waren, eine Horde Dracmon von den Menschen abzuhalten, die sich in einer Traube vor dem Hauptausgang des Einkaufszentrum gesammelt hatten und auf keinerlei Zureden der Tamer eingingen, wieder ins Gebäude zurückzugehen. Zwar war es für die zwei Adults und das Perfectdigimon ein leichtes, die Childgegner zu besiegen, doch war die Panik, die dadurch ausbrach, zu groß und die Menschen versuchten, in alle Richtungen zu drängen, taten es bei den anderen Ausgängen auch. „Und was sollen wir jetzt tun?“, fragte Denrei unsicher, als ein Strahl blauen Feuers die übrigen Dracmon verbrannte und die Partner der Tamer traf. „Es werden auch einfach nicht weniger“, fluchte Shuichon und holte eine Karte hervor. „Card Slash! King Device!“ Sofort sprang Antiramon auf das DeathMeramon zu, das sie zuvor angegriffen hatte, hob es in die Höhe und warf es von sich weg, ehe es ihm eine Druckwelle hinterherschickte, die es in Daten auflöste. Denrei beobachtete das ganze fassungslos. Noch immer hatte er nicht ganz begriffen, was hier vor sich ging. Sein Verständnis hatte in dem Moment ausgesetzt, als Lilithmon ihn angriff. Was hatte das alles zu bedeuten? Warum war Lilithmon ihm als dieses Mädchen schon früher erschienen und warum hatte es sie angegriffen? Was sollten diese Worte, die es damals an ihn gerichtet hatte? Er verstand es nicht. Und – er konnte kaum glauben, was er da gesehen hatte – dieser eine Junge war mit seinem Digimon scheinbar zu Dukemon verschmolzen. Doch wie konnte das gehen? Das widersprach doch jeder Logik! „Verdammt“, murmelte er. „Was ist hier denn nur los?“ Im Shinjuku Central Park sah es zu diesem Zeitpunkt in etwas genau so aus wie im Rest von Tokyo. Auch hier schien alles geradezu verseucht von Digimon zu sein, die aus den Lichtsäulen gekommen waren und nun wahllos auf alles, was sie sahen, einschlugen. Egal ob das Bäume, Bänke oder Passanten waren. Eine Frau kreischte auf, als Coronamon sich auf das Goburimon stürzte, dass einen Moment vorher versucht hatte, sie anzugreifen, und sich im nächsten Moment mit ihm am Boden wälzte. „Tear Shot!“ Ein zweites Goburimon wurde von den beiden Halbmondstrahlen getroffen, woraufhin es sich verwirrt umsah und schließlich Lunamon, dass gerade neben der Frau, die fast ihn Ohnmacht fiel, schwebte und es warnend ansah. „Lasst die Menschen in Ruhe, ihr barbarischen Digimon!“, protestierte es. Da sprang das grüne Digimon schon zu ihm hoch und zog es zu Boden, wo es auch mit ihm zu raufen begann. „Argh“, schrie Lunamon auf. „Verdammt.“ Das Goburimon zog an seinen Ohren, woraufhin es einen Wasserstrahl direkt ins Gesicht gepustet bekam und Lunamon sich schnellstmöglich von ihm entfernte, zu seinem Bruder hin. „Gut soweit“, meinte es. „Und jetzt?“ Da stürzten sich die beiden Goburimon auch schon wieder auf sie zu. „Was wohl? Kämpfen! Was anderes bleibt uns ja auch kaum übrig!“ Damit schickte Coronamon auch schon seine Flammensalve auf seinen Gegner, der daraufhin Flammen fing und sich in Daten auflöste. „Aber“, begann Lunamon, als sich auch sein Gegner auf es stürzte und seine Keule hob, um das Deepsavers-Digimon damit zu attackieren, als dieses ihm einen Schlag mit seinem langem Ohr versetzte und das Gesicht des Goburimon noch gleich mit ein paar Kratzern verzierte. „Tear Shot!“, rief es dann und die Attacke löschte den Gegner ebenfalls auf. „Und was sollen wir jetzt machen?“, fragte Lunamon dann. „Die anderen suchen“, erwiderte sein Bruder und rannte auch schon los. „Aber wir sollen doch nicht…“ Kleinlaut brach das Wasserdigimon ab und schwebte ihm hinterher. „Im Moment fallen wir eh nicht mehr auf, oder?“, erwiderte Coronamon nur. Nur mühsam richtete sich Dukemon, das von der Attacke auf den Boden eines Bürogebäudes befördert worden war, auf. „Wir müssen noch etwas durchhalten“, meinte Takato im Innern des Digimon. „Die anderen werden bald da sein. Vor allem Jian wird sicher bald kommen.“ „Ich werde mein Bestes tun“, erwiderte das Digimon und stand nun endlich wieder, ehe es erneut in die Richtung seiner Gegnerin sprang und die Lanze hob, um sie anzugreifen. „Royal Slash!“ Obwohl Lilithmon nach hinten auswich, hinterließ die Attacke einen Schlitz in ihrem Ärmel und darunter eine kleine Wunde, was das Digimon jedoch nur noch wütender machte. „So einfach wirst du mich nicht besiegen. Du bist ein Digimon, dass sich mit einem Menschen verbunden hat.“ „Und das macht uns stark!“, erwiderte Dukemon und wehrte Lilithmon erneut ab, als dieses ihn mit den Krallen angriff, ehe es sie mithilfe des Schildes zurückwarf und erneut mit Gram angriff. „Royal Saber!“ Mit der Lanze vor sich ausgestreckt flog es auf Lilithmon zu, der dieses Mal keine Zeit blieb auszuweichen. Stattdessen versuchte sie die Attacke mithilfe ihrer Klaue abzuwehren, was ihr aber nicht gelang, so dass sie zusammen mit Dukemon auf der Straße, nicht weit entfernt von Denrei und den anderen, landete und dort einen Krater hinterließ. Ein Schreien ging durch die Menge der Menschen, als die beiden Digimon, deren Stärke sich mittlerweile nicht nur die Digimonfans bewusst waren, so nahe bei ihnen waren und die meisten rannten jetzt, trotz der drei großen Digimon, die sich ihnen in den Weg zu stellen versuchten, in alle Richtungen davon. Durch die Panik war das Handeln der Menschen jedoch kaum logisch, so dass einige sogar noch näher an die Kämpfenden herankamen. Da sah Lilithmon ihre Chance und erneut bildeten sich Wogen von Dunkelheit um sie herum. „Darkness Love!“ Mit einem Schrei breitete sich die Dunkelheit wie eine Druckwelle aus, warf die Menschen und auch die Tamer und die beiden Adultdigimon um und brachte einen Teil der Fensterscheiben zum Zerbersten, sodass sich Antiramon gerade noch rechtzeitig über die letzten am Eingang verbliebenen Menschen werfen konnte, um diese vor den herabfallenden Splittern zu schützen. Gleichzeitig drang aus der Kartentasche, die Shoji bei sich trug, ein Leuchten und als der noch am Boden kniende Junge danach griff, zog er eine Blaue Karte hervor. „Was ist das?“, fragte Denrei neben ihn, doch anstatt zu antworten, holte der Jüngere sein Digivice hervor. „Card Slash!“, rief er beim Aufstehen. „Matrix Evolution!“ „Sangloupmon – Matrix Evolution! Matadrumon!“ Im nächsten Moment sprang das Digimon auf Lilithmon zu, die auch Dukemon mit der direkten Attacke erneut zurückgeworfen hatte, und griff sie an. „Chouzetsu Rappashuu!“ Natürlich war der Angriff recht erfolgreich, da das feindliche Digimon die Klingen mit seiner normalen Hand abwehrte und Matadrumon im nächsten Moment in die andere Richtung davonschleuderte, doch trotzdem hatte sie ihr Ziel erreicht. In dem Moment, in dem Shojis Partner Lilithmon angriff, hatte sich Dukemon wieder aufgerichtet und erneut sein Schild vor den Körper gebracht, ehe es den Schwall aus Licht erneut auf seine kurz unaufmerksame Gegnerin abfeuerte und dieses Mal traf. „Final Elysium!“ Der Lichtstrahl warf Lilithmon bis zum nächsten Haus quer über die breite Straße zurück und ließ sie, als er verschwand, dort am Boden liegen, wo sie zitternd versuchte, sich wieder aufzurichten. „Wahnsinn“, murmelte Denrei mit einem gewissen Neid auf Shoji. Wieso konnte Gazimon nun schon auf das Perfectlevel digitieren? Gleichzeitig sah er aber auch zu Lilithmon. Noch immer hatte er sich nicht ganz von dem Schock erholt. War es wirklich dieses Digimon, das ihn in seinem Träumen würgte? Wenn ja: Warum? Er verstand das ganze nicht. Und warum hatte dieses Digimon so ein Interesse an ihm und Shoji? In dem Moment erklang noch eine weitere Stimme. „Shuichon! Denrei! Alles in Ordnung?“, rief Jenrya, während er heran gelaufen kam und blieb keuchend bei ihnen stehend, sich umsehend, um die Situation einzuordnen. Auch Gargomon kam hinter ihm hinzu gelaufen. „Wow!“, meinte es nur, als es die Schäden sah, die die Straße und die Gebäude davon getragen hatten. „Du hast ganz schön gebraucht!“ Shuichon schüttelte grinsend den Kopf. „Ich glaub, Takato hat schon auf dich gewartet.“ „Jian!“, rief Dukemon wie zur Bestätigung ihrer Worte herüber, woraufhin der Junge nur nickte. „Gargomon?“, fragte er, als sein Partner die Gestalt des Adultdigimons verlor und als Terriermon wieder neben ihm schwebte. Im nächsten Moment waren die beiden von Licht umgeben, was sie in die Höhe trug. „Sie etwa auch?“, murmelte Denrei, dem die Ähnlichkeit zur Digitation Dukemons auffiel, davon abgesehen, dass die Lichtkugel um einiges größer war. „Matrix Evolution!“, war Jenryas Stimme zu hören. „Terriermon – Shinka!“ – „Saint Gargomon!“ Als nun das Licht verschwand, war ein riesiges, gepanzertes Digimon, das die Hälfte der Straßenbreite ausfüllte, zu sehen, dessen Aufmerksamkeit sich nun vollkommen auf Lilithmon richtete. „Was ist da los?“, fragte Namiko, die sich die Nase an der Balkontür des Appartements der Yamakis plattdrückte und gebannt das Szenario der Lichtsäulen, die vom sich immer weiter beziehendem Himmel hinab auf die Erde geschlagen waren. Außerdem waren bereits zwei Digimon am Fenster vorbeigeflogen. Ruki hob die Kleine hoch und trug sie vom Fenster weg. „Ich weiß nicht, was da los ist“, antwortete sie. „Aber es wird wohl das beste sein, wenn wir hier drin warten.“ Damit setzte sie das Kind im Kinderzimmer ab. „Ruki-chan?“, meinte es daraufhin und sah sie mit großen Augen an. „Hmm?“ Das ältere Mädchen sah sie an. „Das da draußen sind Digimon, oder? Wie Renamon und Terriermon, richtig?“ Ruki sah aus dem Fenster von dem aus sie die Datenströme gut sehen konnte und seufzte. „Es sieht danach aus, ja. Ein Grund mehr, sich hier drinnen zu verstecken“, antwortete sie. Immerhin hatte sie, wie immer versprochen, gut auf das Kind aufzupassen. „Aber dann können du und Renamon mich doch beschützen!“, rief das Kind aus. „Ich weiß nicht“, murmelte die junge Frau. „Da draußen sind sehr viele Digimon.“ „Aber ihr seid doch stark!“ Mit sicherem Blick sah Namiko zu ihr hinauf, woraufhin sie sich zu dem Kind hinunterbeugte und ihm durchs Haar strich. „Was ist denn?“, fragte sie, da sie die Tränen in den Augen der Kleinen entdeckt hatte. Im nächsten Moment flossen diese auch schon über die Wangen des Kindes. „Mama und Papa sind doch da draußen!“ „Und Ryou ist bei ihnen“, versuchte Ruki zu trösten. „Aber… Aber…“ Ein Schluchzen erstickte weitere Worte. Die Ältere wollte etwas erwidern, doch dazu kam sie nicht, als zwei gelb leuchtende Augen durch das Fenster hinein und direkt zu ihr schauten. Dann ging alles ganz schnell. Renamons Stimme rief nach ihr, ehe es sie bei der Taille fasste und sie gleichzeitig das Kind festhielt, ehe die Wand und ein Teil des Bodens wegbrach und in die Kugel, die über der Hand des vor dem Haus fliegenden Digimons schwebte, gezogen wurde. Gleichzeitig fielen Renamon mit Ruki und Namiko hinab. Langsam und noch immer zitternd kam Lilithmon auf die Beine und sah ihre beiden neuen Gegner an. In dem Zustand, in dem sie sich jetzt befand war sie ihnen schutzlos ausgeliefert, doch sie brauchte noch etwas Zeit. „Ihr“, zischte sie und sah zu Denrei hinüber. „Was?“, murmelte der Junge und fuhr sich keuchend an die Kehle, woraufhin sich Shuichon zu ihm wandte. „Alles in Ordnung?“ „Ihr“, war erneut Lilithmons Stimme zu vernehmen. Da feuerte Saint Galgomon seine Raketen in Richtung des Virusdigimons ab. „Burst Shot!“, doch eine Handbewegung der Feindin hielt die Geschosse ein Stück von ihr entfernt in der Luft. „Das werden wir später zu Ende bringen“, rief das Digimon dann und war im nächsten Moment verschwunden, doch mit ihm auch Denrei und Coredramon. „Was…“, hauchte Shuichon und sah auf die Stelle, wo der Junge einen Moment vorher noch gestanden hatte. „Wie…“ „Wo ist er hin?“, fragte Shoji. „Denrei?“, rief das Mädchen im nächsten Moment. „DENREI?!“ Fortsetzung folgt... ★☆★☆★☆★☆★☆★☆★☆★☆★☆★☆★ Anmerkungen: *Takashima-Einkaufszentrum: Eins der größten Einkaufszentren Tokyos, wenn nicht sogar DAS größte. Steht in Shinjuku. *D-1 Turnier: Das Kartenturnier auf dem Beispielsweise Ruki gewonnen hat und auf dem auch Ryou sie ein Jahr zuvor geschlagen hatte. Gibt es tatsächlich, wenngleich wohl öfter in Shibuya (soweit ich weiß)... Aber hey: Künstlerische Freiheit. *Lilithmon: Einer der sieben großen Demon Lords. Ich habe es als humanoides jetzt als weiblich betitelt (es heißt in Tamers ja auch: Es gibt ausnahmen)... Ansonsten werdet ihr sie noch kennen lernen. Das sie Ultimate und Virus ist, werde ich wohl kaum erwähnen müssen ^^" *Dracmon: Virus, Nightmare Soldier, Child, klein und gruselig. Aber auch irgendwie knuffig xD *Death Meramon: Haben wir in Adventure gesehen, als es den Tokyo Tower abreißen wollte. Typus ist Datei und das Level Perfect. *Wisemon: Das ist das Digimon, dass Ruki und Namiko aus dem Haus gesaugt hat. Mehr dazu in den Anmerkungen zum nächsten Kapitel. *Goburimon: Kennen wir aus der zweiten Digimon Tamers Folge. Das Child von Ogremon, dass diesem sehr ähnlich sieht und vom Level abgesehen auch dieselben Attribute hat. Hosted by Animexx e.V. (http://www.animexx.de)